Erzieher:in: Ausbildung und Aufgaben

Was macht ein:e Erzieher:in im Berufsalltag?

Als Erzieher:in begleitest und förderst du Kinder und Jugendliche oder junge Erwachsene in ihrer Entwicklung. 🤝 Du unterstützt sie dabei, selbstständig zu werden, soziale Fähigkeiten zu stärken und Verantwortung zu übernehmen. Dabei gestaltest du den Alltag in Einrichtungen wie Kitas, Heimen oder Jugendzentren mit – aber wie sieht das konkret aus?

Laut der Bundesagentur für Arbeit gehören zu deinen typischen Aufgaben:

  • den Alltag in der Einrichtung strukturieren und begleiten
  • Spiel-, Lern- und Freizeitangebote planen und 👇
  • die körperliche und geistige Entwicklung fördern, etwa mit kreativen Aktivitäten, Spielen und Bewegung
  • auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kinder oder Jugendlichen eingehen
  • soziale Kompetenzen und Konfliktlösungsstrategien fördern
  • Beobachtungen dokumentieren und Entwicklungsberichte verfassen
  • Gespräche mit Eltern, Lehrkräften oder Sozialarbeiter:innen führen
  • bei persönlichen oder familiären Problemen beratend zur Seite stehen
  • Erziehungspläne umsetzen und pädagogischen Konzepten folgen
  • den Tagesablauf gemeinsam mit Kolleg:innen abstimmen und organisieren
  • die Sicherheit und das Wohlbefinden der betreuten Personen jederzeit im Blick behalten

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Der Weg zum Erzieher oder zur Erzieherin kann je nach Bundesland etwas anders aussehen. In der Regel verfolgst du aber laut dem Portal für Frühpädagogik und dem Niedersächsischen Kultusministerium die folgenden Schritte:

  • Schritt 1: Du besuchst eine (berufsqualifizierende) Berufsfachschule oder ein Berufskolleg und machst dort eine sozialpädagogische Erstausbildung. Üblich ist die Erstausbildung zum/zur staatlich geprüften Sozialpädagogischen Assistent:in oder Kinderpfleger:in.
  • Schritt 2: Du besuchst eine Fachschule/Fachakademie oder ein Berufskolleg für Sozialpädagogik. Dort kannst du den Abschluss als Erzieher:in mit staatlicher Anerkennung und sogar die Fachhochschulreife erreichen.

Um die Erstausbildung zu starten, benötigst du in der Regel:

  • einen Realschulabschluss (je nach Bundesland)
  • ein ärztliches Attest über deine gesundheitliche Eignung
  • ein erweitertes Führungszeugnis (bei deiner Meldebehörde beantragen)
  • bestimmte Schutzimpfungen, wenn deine Einrichtung sie verlangt
  • Einfühlungsvermögen und Freude an der Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen 😇

Wie läuft die Erst- und Zweitausbildung zur/zum Erzieher:in ab?

Sowohl die Erstausbildung als auch die Zweitausbildung finden im schulischen Umfeld statt. Das bedeutet, du arbeitest nicht wöchentlich im Betrieb und besuchst nur an einzelnen Tagen den Unterricht. Denn bei dieser Ausbildung handelt es sich um eine schulische Ausbildung, nicht um eine duale Ausbildung. Trotzdem wird das praktische Lernen nicht zu kurz kommen. Dafür sind Praktika in geeigneten Einrichtungen vorgesehen. 👧 Es gibt eine Ausnahme: alternativ zur schulischen Ausbildung wird unter Umständen auch die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) angeboten. Checke deine regionalen Möglichkeiten!

Die Erstausbildung dauert in der Regel zwei bis drei Jahre. Prüfe auch, ob die Berufsfachschule deiner Wahl die Ausbildung sowohl in Teilzeit als auch in Vollzeit anbietet.☝️

Die Zweitausbildung dauert zwei bis vier Jahre (als Vollzeitausbildung) oder zwei bis sechs Jahre (als Teilzeitausbildung).

Welche Themen in der Ausbildung auf dich zukommen, zeigen wir dir in der folgenden Grafik.

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zum/zur Sozialpädagogischen Assistent:in?

Schon nach der Erstausbildung kannst du in vielen sozialen Einrichtungen arbeiten, vor allem dort, wo Kinder und Jugendliche betreut und gefördert werden.

Typische Arbeitsbereiche und Branchen sind laut der Bundesagentur für Arbeit:

  • Kindertagesstätten und Horte
  • Kinderkrankenhäuser
  • schulische Ganztagseinrichtungen
  • Heime für Kinder und Jugendliche beziehungsweise Wohnheime für Menschen mit Behinderung
  • Erholungs- und Ferienheime
  • Privathaushalte
  • Einrichtungen der Jugendhilfe

Aufstiegsweiterbildungen:

  • Ausbildung zur/zum Erzieher:in

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zum/zur Erzieher:in?

Nach der Ausbildung kannst du in vielen pädagogischen Einrichtungen arbeiten und dort Verantwortung für die Betreuung, Förderung und Bildung von Kindern und Jugendlichen übernehmen.

Typische Arbeitsbereiche/Branchen sind laut der Bundesagentur für Arbeit:

  • Kindertagesstätten
  • Familienzentren
  • Familien- und Suchtberatungsstellen
  • Schulen, insbesondere in der Ganztagsbetreuung
  • schulische Ganztagseinrichtungen
  • Heime für Kinder und Jugendliche beziehungsweise Wohnheime für Menschen mit Behinderung
  • Erholungs- und Ferienheime
  • Einrichtungen der Jugendhilfe

Aufstiegsweiterbildungen, etwa um eine Führungsposition einzunehmen:

  • Fachwirt:in im Sozial- und Gesundheitswesen
  • Motopäde oder Motopädin
  • Studium, beispielsweise im Studienfach Kindheitspädagogik

Wie viel verdienst du während der Ausbildung zum/zur Sozialpädagogischen Assistent:in und zum/zur Erzieher:in?

Der schulische Teil der Ausbildung wird nicht bezahlt. In manchen Fällen kannst du laut der Bundesagentur für Arbeit aber für dein Praktikum ein Gehalt von bis zu 1.877 Euro im Monat bekommen. Das ist der Fall, wenn:

  • du in deinem Bundesland nach der schulischen Ausbildung noch ein einjähriges Praktikum (Anerkennungspraktikum) machen musst und dieses in einer Einrichtung des öffentlichen Dienstes stattfindet oder bei Einrichtungen, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes halten.
  • du eine praxisintegrierte Ausbildung absolvierst und deine Praxiserfahrungen in einer Einrichtung des öffentlichen Dienstes sammelst oder in Einrichtungen, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes halten.

Wo kannst du die Ausbildung zum/zur Sozialpädagogischen Assistent:in oder zum/zur Erzieher:in machen?

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