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Azubi-Info

Hier findest du alles, was du vor dem Start einer Ausbildung wissen musst: Orientierungshilfen, Leitfäden, Informationen zur Finanzierung und mehr.

Neuer Lebensabschnitt, neues Glück. Die Schulzeit ist (fast) vorbei und du überlegst, wie deine berufliche Zukunft aussehen soll: Welche Ausbildung ist die richtige? Antworten auf diese und weitere Fragen findest du genau hier. Du hast keine Ahnung, was für Fragen du dir überhaupt stellen solltest? Die nächsten Abschnitte zeigen dir die wichtigsten Themen rund um die Ausbildung – von der Berufswahl über Prüfungen bis hin zu deinen Zukunftschancen.

Welcher Beruf passt zu dir?

Du weißt noch nicht genau, was du werden willst oder hast gemerkt, dass dein erster Plan doch nicht passt? Welcher Weg führt dich in die richtige Ausbildung? Und welcher führt dich nötigenfalls wieder raus?

Das sind deine Stärken

Um den passenden Beruf zu finden, solltest du deine Stärken kennen und wissen, was dich interessiert. Genau das wirst du später auch in Bewerbungsgesprächen erklären. Aber zuerst geht es darum, herauszufinden, in welchem Berufsfeld du glücklich werden kannst. Beantworte dir dazu die abgebildeten Fragen.

Befrage auch dein Umfeld. Welche Eigenschaften fallen ihnen sofort zu dir ein? Zusätzlich sollen dir die nachfolgenden Beiträge helfen, deine Stärken und Interessen zu erkennen.

Du kennst deine Stärken?

Dann bist du bereit, dich durch die Ausbildungsberufe von A bis Z zu klicken.

Weitere Unterstützung gefällig?

Mit den folgenden Beiträgen wollen wir dir dabei helfen, deinen Weg zu finden.

Welche Arten von Ausbildungen gibt es?

Nicht jede Ausbildung läuft gleich ab. Wenn du an eine Ausbildung denkst, hast du vielleicht direkt die klassische duale Berufsausbildung vor Augen. Es gibt aber noch weitere Formen, die unter Umständen besser zu dir oder zu deinem Berufswunsch passen können.

Die duale Berufsausbildung: Hierbei handelt es sich um die klassische Berufsausbildung, die in der Berufsschule und im Betrieb stattfindet. Du hast die Wahl zwischen rund 330 verschiedenen Ausbildungsberufen. Nach der bestandenen Abschlussprüfung erhältst du in der Regel den Gesellenbrief oder Facharbeiterbrief. 
Die schulische Ausbildung: Es gibt einige Berufe, die du nur in der schulischen Ausbildung erlernen kannst. Diese Ausbildungsform kommt also dann für dich infrage, wenn dein Wunschberuf hier angeboten wird. Außerdem unterscheidet sie sich in einem wesentlichen Punkt von der dualen Berufsausbildung: Sie findet vollständig an einer Schule statt, und zwar an der berufsqualifizierenden Berufsfachschule, einem Berufskolleg oder einer Fachschule. Praktische Fertigkeiten werden dir ebenfalls in der Schule beigebracht und je nach Ausbildungsberuf in Praktika. 
Berufsausbildung in Teilzeit: Diese Ausbildungsart ermöglicht es dir, die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit zu verringern. Trotzdem erreichst du am Ende einen vollwertigen Ausbildungsabschluss. Die Gesamtdauer verlängert sich dementsprechend. Das Angebot richtet sich beispielsweise an Personen, die jemanden pflegen, an Mütter und Väter mit kleinen Kindern oder Menschen aus dem Ausland.
Überbetriebliche Ausbildung: Die Überbetriebliche Ausbildung (ÜBA) soll es dir ermöglichen, einen Ausbildungsplatz in einem Betrieb zu bekommen, der keine vollständige duale Ausbildung anbieten kann. In diesem Fall besuchst du Zusatzkurse an einem Bildungszentrum (ÜBS).
Ausbildung mit Unterstützung: Für Menschen mit Behinderung gibt es zwei typische Ausbildungsangebote. In sogenannten Fachpraktiker-Ausbildungen liegt der Schwerpunkt auf dem praktischen Lernen. Man spricht deshalb auch von „Ausbildungsberufen mit weniger Theorie“. Während der Assistierten Ausbildung wirst du von einer festen Ansprechperson begleitet. Sie kann dir bereits vor dem Ausbildungsstart helfen, zum Beispiel bei der Bewerbung.

Wie finanzierst du deine Ausbildung?

Während der Ausbildung ist das Thema Geld besonders wichtig – von der Ausbildungsvergütung bis hin zu Förderungen wie BAföG oder Aufstiegs-BAföG. Hier erfährst du, welche finanziellen Hilfen es gibt und worauf du achten musst.

Ausbildungsvergütung  Ab dem 1. Januar 2026 erhältst du in den jeweiligen Ausbildungsjahren die folgenden Mindestausbildungsvergütungen: 1. Ausbildungsjahr: 724 Euro; 2. Ausbildungsjahr: 854 Euro; 3. Ausbildungsjahr: 977 Euro; 4. Ausbildungsjahr: 1014 Euro 
Nebenjob während der Ausbildung  Ein Nebenjob kann in der Ausbildung helfen, dein Budget aufzubessern, allerdings gibt es dabei einiges zu beachten. Wenn du unter 18 bist, darfst du laut Jugendarbeitsschutzgesetz höchstens acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich arbeiten, inklusive deiner Ausbildungszeit. Der Mindestlohn liegt ab Januar 2026 bei 13,90 Euro pro Stunde, ab 2027 bei 14,60 Euro pro Stunde. Sprich deinen Nebenjob unbedingt mit deinem Ausbildungsbetrieb ab, denn oft ist eine Genehmigung nötig. Auch steuerlich solltest du aufpassen: Bis 11.604 Euro im Jahr bleibt dein Einkommen steuerfrei, alles darüber wird versteuert.
Schüler-BAföG  Das Schüler-BAföG richtet sich an Schüler:innen, die eine weiterführende Schule besuchen, beispielsweise eine Berufsfachschule, Fachoberschule oder eine allgemeinbildende Schule (ab Klasse 10). Wenn du noch bei deinen Eltern wohnst, bekommst du zwischen 276  und 498 Euro im Monat. Wohnst du dagegen in einer eigenen Wohnung, steigt der Betrag auf 666 Euro bis 775 Euro monatlich – je nachdem, welche Schulart du besuchst.
Aufstiegs-BAföG  Wenn du dich beruflich weiterqualifizieren willst, zum Beispiel zur/zum Meister:in, Fachwirt:in oder Techniker:in, könnte das Aufstiegs-BAföG die passende Förderung für dich sein. Es unterstützt dich unabhängig von Alter, Einkommen oder Vermögen deiner Eltern. Für den Lehrgang und die Prüfung kannst du eine Förderung bis zu 15.000 Euro erhalten. Die Hälfte davon wird als Bankdarlehen beantragt und muss nur dann zurückgezahlt werden, wenn du die Prüfung nicht bestehst. Die andere Hälfte musst du in keinem Fall zurückzahlen. Zusätzlich kannst du für die Materialkosten deines Meisterprüfungsprojekts einen Zuschuss erhalten.

Welche Rechte und Pflichten hast du während der Ausbildung?

In der Ausbildung gelten bestimmte Regeln, sowohl für dich als auch für deinen Betrieb. Ob Probezeit, Arbeitszeiten oder Urlaub: Erst wenn du deine Rechte und Pflichten kennst, startest du vorbereitet in dein Azubi-Leben.

Deine Rechte und Pflichten

  • Lernpflicht
  • Betrieb bei Fehlern benachrichtigen 
  • Berichtsheft führen
  • Ausbildungsmittel pfleglich behandeln
  • Aufgaben sorgfältig ausführen
  • Teilnahmepflicht
  • Geheimhaltungspflicht
  • Urlaubsanspruch
  • korrektes Vorgehen beim Beenden des Ausbildungsverhältnisses

Die Pflichten deines Betriebs

  • Ausbildungspflicht
  • Aufsichtspflicht
  • Vergütungspflicht – Überstunden müssen extra bezahlt oder durch Freizeit ausgeglichen werden
  • Berichtsheft überprüfen
  • Ausbildungsmittel bereitstellen
  • nur Aufgaben mit Ausbildungszweck übertragen
  • Freistellungspflicht – für die Berufsschule, für die Zwischen- und Abschlussprüfung und für angeordnete Ausbildungsmaßnahmen außerhalb des Betriebs
  • Zeugnispflicht

Wo, wie und wann kannst du dich auf einen Ausbildungsplatz bewerben?

Wichtig ist: Du musst dich üblicherweise zuerst bei einem Unternehmen bewerben. Danach erst erfolgt die Schulanmeldung. Das erledigt aber häufig der Betrieb für dich.

Wann solltest du dich bewerben? Beginne ungefähr ein Jahr vor Schulende damit, deine Bewerbungen an Ausbildungsunternehmen zu schicken. Ein halbes Jahr später, ungefähr im Januar oder Februar, steht dann die Bewerbung an der Berufsschule oder Berufsfachschule auf dem Plan.

Was benötigst du für deine Bewerbung? Gute Noten können helfen, sind aber nicht alles. Viel wichtiger sind Motivation, Teamfähigkeit und echtes Interesse an deinem Wunschunternehmen. Diese Stärken bringst du in deinem Bewerbungsschreiben und im Vorstellungsgespräch zum Ausdruck.

Alle näheren Infos sowie Tipps findest du hier:

Starte selbstbewusst in deine Ausbildung!

Mit dem richtigen Wissen bist du bestens vorbereitet, für Bewerbungen, Prüfungen und deinen Alltag als Azubi.

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