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Fachkraft - Hafenlogistik : Ausbildung und Aufgaben

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Als Fachkraft für Hafenlogistik sind Sie der Dreh- und Angelpunkt für die reibungslose Abwicklung von Warenströmen in Häfen. Sie koordinieren und überwachen den Umschlag von Gütern, sei es beim Be- und Entladen von Schiffen oder bei der Lagerung im Hafenlager. Dabei haben Sie stets den Überblick über die komplexen Abläufe und sorgen dafür, dass alles zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Ob es um das Erstellen von Fracht- und Begleitpapieren, die Bedienung von Lagerverwaltungssystemen oder die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften geht, Ihre Verantwortung ist vielseitig und entscheidend für den Erfolg des Hafenbetriebs.

Was macht eine Fachkraft für Hafenlogistik im Berufsalltag?

Als Fachkraft für Hafenlogistik organisierst und koordinierst du den gesamten Ablauf des Güterumschlags in See- und Binnenhäfen. Du bist die Schnittstelle zwischen eingehenden Schiffen, weiterführenden Transportmitteln und den Lagerstätten im Hafen. Deine Arbeit findet sowohl direkt am Umschlagsplatz oder an Bord von Schiffen als auch im Büro statt, wo du Ladungspläne erstellst, Frachtpapiere bearbeitest und Transportabläufe koordinierst. ⚓

Zu deinen typischen Aufgaben gehören laut der Bundesagentur für Arbeit:

  • Export- und Importgüter verschiedener Verkehrsmittel entgegennehmen und anhand von Begleitpapieren prüfen
  • Güterkontrollen auf Quantität, Qualität, Identität und Beschaffenheit durchführen und dokumentieren
  • Güter zu Ladungseinheiten zusammenstellen, verladen und sichern
  • Containerauswahl und Ladungsplanung vornehmen, Staupläne entwickeln
  • die Ein- und Auslagerung von Gütern organisieren und eine sachgerechte Lagerung sicherstellen
  • Gefahrgut kontrollieren, verladen und sichern sowie Maßnahmen zur Gefahrenvermeidung anwenden
  • Versand- und Umschlagspapiere sowie Frachtdokumente bearbeiten
  • Transporte und logistische Prozesse kundenorientiert planen und organisieren
  • mit Spediteuren, Reedereien, Hafenbehörden und weiteren Dienstleistern kommunizieren, auch in englischer Sprache 🌐
  • Arbeits- und Fördermittel einsetzen sowie qualitätssichernde Maßnahmen durchführen

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung zur Fachkraft für Hafenlogistik laut der Bundesagentur für Arbeit nicht vorgeschrieben. In der Praxis stellen viele Betriebe überwiegend Bewerberinnen und Bewerber mit einem mittleren Bildungsabschluss ein. Gute Kenntnisse in Mathematik, Deutsch und Englisch sind von Vorteil.

Mitbringen solltest du außerdem:

  • einen Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb, um an der Berufsschule aufgenommen zu werden
  • eine ärztliche Erstuntersuchungsbescheinigung, wenn du noch nicht volljährig bist
  • räumliches Vorstellungsvermögen und ein gutes Verständnis für logistische Abläufe
  • Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke für die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern
  • körperliche Belastbarkeit, da Teile der Arbeit im Freien und unter wechselnden Witterungsbedingungen stattfinden
  • Bereitschaft zur Schichtarbeit, auch nachts, an Wochenenden und an Feiertagen, da der Hafenbetrieb rund um die Uhr läuft

Wie läuft die Ausbildung zur Fachkraft für Hafenlogistik ab?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt, also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktischen Abläufe des Güterumschlags, der Lagerhaltung und der Transportorganisation direkt vor Ort. 📦 In der Berufsschule werden die dazugehörigen theoretischen Grundlagen vermittelt.

Zur Mitte der Ausbildung findet eine Zwischenprüfung statt, die den Ausbildungsstand der ersten eineinhalb Jahre überprüft. Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen Teil mit Arbeitsaufgaben und einem schriftlichen Teil.

 In der Berufsschule lernst du zum Beispiel:

  • wie logistische Prozesse im Hafen strukturiert und gesteuert werden
  • wie man Güterkontrollen durchführt und Ergebnisse ordnungsgemäß dokumentiert
  • wie man Lagerarten unterscheidet und geeignete Lagerzonen plant
  • wie Frachtberechnungen, Versandpapiere und Umschlagsdokumente bearbeitet werden 📄
  • wie Gefahrgutvorschriften angewendet werden und welche Maßnahmen zur Gefahrenvermeidung vorgesehen sind
  • wie an qualitätssichernde Maßnahmen umsetzt und wirtschaftliche sowie ökologische Aspekte bewertet

 Im Betrieb lernst du zum Beispiel:

  • wie Güter von verschiedenen Verkehrsträgern angenommen, kontrolliert und weiterverarbeitet werden
  • wie man Ladungseinheiten zusammenstellt und Ladungen in Containern sichert
  • wie Stau- und Transportpläne erstellt und umgesetzt werden
  • wie Lager- und Logistiksoftware zur Verwaltung von Gütern und Lagerbeständen eingesetzt wird 💻
  • wie die Kommunikation mit Spediteuren, Reedereien, Zollbehörden und Transportunternehmen in der Praxis abläuft

Wenn du genauer wissen möchtest, welche Inhalte dich erwarten, kannst du den Rahmenlehrplan (für den schulischen Teil) und die Ausbildungsverordnung (für den betrieblichen Teil) aufrufen.

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zur Fachkraft für Hafenlogistik?

Nach deiner Ausbildung stehen dir laut der Bundesagentur für Arbeit verschiedene Einsatzmöglichkeiten offen. Durch gezielte Weiterbildungen kannst du deine Fachkenntnisse ausbauen, dich auf bestimmte Bereiche der Logistik spezialisieren oder eine Führungsposition anstreben. 🚀

Typische Arbeitsbereiche und Unternehmen

  • Umschlagsunternehmen und Terminalbetreiber in See- und Binnenhäfen
  • Reedereien
  • Warenkontroll- und Warenumschlagsbetriebe
  • Speditions- und Logistikunternehmen mit Hafenanbindung
  • Zollbehörden und hafenwirtschaftliche Verwaltungen

Mögliche Weiterbildungen sind:

  • Geprüfte:r Logistikmeister:in
  • Fachwirt:in für Güterverkehr und Logistik
  • Technische:r Fachwirt:in
  • Spezialisierungen in den Bereichen Gefahrgutbeauftragung, Ladungssicherung oder Distributionslogistik
  • Studium: Maritime Logistik oder Hafenwirtschaft

Wie viel verdienst du während der Ausbildung zur Fachkraft für Hafenlogistik?

Hafenwirtschaft (monatlich brutto)

1. Ausbildungsjahr: 900 bis 1.100 Euro

2. Ausbildungsjahr: 1.000 bis 1.200 Euro

3. Ausbildungsjahr: 1.100 bis 1.300 Euro

Die genannten Gehaltsangaben dienen nur zur Orientierung und können je nach Bundesland, Unternehmen und individuellen Faktoren variieren. Unter anderem hängt die Höhe deines Gehalts davon ab, ob das Unternehmen an Tarifverträge gebunden ist. Da sich Rahmenbedingungen jederzeit ändern können, sind alle Angaben ohne Gewähr.

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