Fachkraft - Schutz und Sicherheit: Ausbildung und Aufgaben

Was macht eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit im Berufsalltag?

Als Fachkraft für Schutz und Sicherheit sorgst du dafür, dass Menschen, Gebäude und wichtige Werte sicher sind. Du schaust dir genau an, wo Gefahren entstehen können, und überlegst, wie man sie verhindern kann, zum Beispiel mit Alarmanlagen, Kameras oder durch deine Anwesenheit vor Ort. Je nachdem, wo du arbeitest, kontrollierst du Gebäude, sorgst bei Veranstaltungen für Ordnung, bist im öffentlichen Raum unterwegs oder begleitest Personen, die besonderen Schutz brauchen.

Zu deinen typischen Aufgaben gehören laut der Bundesagentur für Arbeit:

  • Gefährdungspotenziale beurteilen und passende Sicherungsmaßnahmen planen
  • Personen begleiten und beschützen
  • Objekte, Anlagen und Werte überwachen und schützen
  • Kontrollgänge durchführen
  • in Bahnhöfen, Einkaufszentren oder Flughäfen Streifengänge durchführen
  • Sicherheits- und Alarmanlagen sowie Videoüberwachungssysteme prüfen und überwachen
  • bei Alarmen Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienste informieren
  • Einbrüche, Brände, Überfälle oder Sachbeschädigungen verhindern oder abwehren
  • Konfliktsituationen beruhigen und Personen- oder Sachschäden verhindern
  • Veranstaltungen absichern, Einlass- und Fahrzeugkontrollen durchführen und Fluchtwege freihalten
  • Besucher informieren, Platzverweise erteilen und gewalttätige Personen der Polizei übergeben 🙅
  • Geld- und Werttransporte planen, begleiten und absichern
  • Personen im Rahmen des Personenschutzes begleiten und vor Gefahren schützen 👉 als Bodyguard

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit nicht vorgeschrieben.

Mitbringen solltest du:

  • eine ärztliche Erstuntersuchungsbescheinigung, wenn du noch nicht volljährig bist
  • den Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb, um an der Schule aufgenommen zu werden
  • körperliche Fitness, um Personen in Gefahrensituationen schützen zu können 💪
  • technisches Verständnis für den Umgang mit Sicherheitstechnik

Zusätzlich erwarten manche Unternehmen:

  • ein Mindestalter von 18 Jahren
  • einen Führerschein Klasse B
  • ein Führungszeugnis
  • einen Nachweis über deine gesundheitliche Eignung durch ein ärztliches Attest

Wie läuft die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit ab?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt, also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

In der Berufsschule erhältst du das theoretische Wissen, das du für deine Arbeit brauchst. Im betrieblichen Teil der Ausbildung sammelst du praktische Erfahrungen, beispielsweise in Messehallen, Flughäfen oder unterwegs auf Überwachungsfahrten.

In der Berufsschule lernst du zum Beispiel:

  • wie man Schutz- und Sicherheitsvorschriften beachtet
  • wie man Rechtsverstöße und Gefährdungssituationen erkennt und bewertet
  • wie man Sicherheitsrisiken im Kundenauftrag analysiert und Maßnahmen plant
  • wie man sicherheitstechnische Einrichtungen und Hilfsmittel nutzt, zum Beispiel Kamera- und Videotechnik, Ortungs- und Wächterkontrollsysteme
  • wie man Geschäftsprozesse in der Sicherheitsbranche steuert

Im Betrieb lernst du zum Beispiel:

  • welche verschiedenen Sicherheitsbereiche es gibt
  • wie man das Gefährdungspotenzial von Waffen, sonstigen gefährlichen Gegenständen und Stoffen bewertet
  • wie man Methoden der Deeskalation anwendet
  • wie man Maßnahmen zum Eigenschutz ergreift
  • wie man Kommunikationstechnik bedient und Kontrollinstrumente abliest

Wenn du genauer wissen möchtest, welche Inhalte dich erwarten, kannst du hier den Rahmenlehrplan (für den schulischen Teil) herunterladen und die Ausbildungsverordnung (für den betrieblichen Teil) aufrufen.

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit?

Nach deiner Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit hast du verschiedene Möglichkeiten. Willst du beruflich aufsteigen oder deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern? Dann kannst du dich durch Weiterbildungen auf spezielle Fachgebiete spezialisieren oder auf eine Führungsposition vorbereiten. 🚀

Typische Arbeitsbereiche und Unternehmen

  • Unternehmen des Objekt-, Werte- und Personenschutzes
  • Flughafenbetriebe
  • Wach- und Sicherheitsdienste
  • Detekteien
  • Bahnhöfe und Verkehrsgesellschaften
  • Facility-Management
  • Sicherheitsberatung

Beispiele für Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Meister:in für Schutz und Sicherheit
  • Weiterbildung zum/zur Ausbilder:in
  • Studium: Sicherheitsmanagement
  • Studium: Sicherheitstechnik

Genauere Informationen zu den genannten Möglichkeiten findest du auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit.

Dank Ausbildung ab ins Studium: Wenn du dich für ein Studium interessierst, solltest du checken, welche Voraussetzungen in deinem Bundesland gelten. In einigen Bundesländern ist es beispielsweise möglich, nach einer Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung ohne Abi zum Studium zugelassen zu werden.

Wo kannst du die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit machen?

Prüfe die Angebote in unserem Stellenmarkt. Vielleicht findest du einen passenden Betrieb.🤞

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