
Fahrzeuglackierer:in : Ausbildung und Aufgaben
Was macht ein:e Fahrzeuglackierer:in im Berufsalltag?
Als Fahrzeuglackierer:in beschichtest und gestaltest du Fahrzeuge und Fahrzeugteile mit Lacken, Beschriftungen und grafischen Elementen. Dafür bereitest du die Untergründe sorgfältig vor, mischst Farbtöne an und trägst Grundierung sowie Lackschichten auf. Die Lackierung sorgt nicht nur für ein gutes Aussehen, sondern schützt auch vor Korrosion, Witterungseinflüssen, UV-Strahlung und Steinschlägen. Beschädigte Stellen setzt du instand, damit kein Rost entsteht. Je nach Betrieb arbeitest du in der Werkstatt oder an einer computergesteuerten Lackierstraße. 🚗
Konkrete Aufgaben sind laut der Bundesagentur für Arbeit:
- Geräte, Werkzeuge, Maschinen und Anlagen auswählen, einrichten, bedienen und pflegen
- Fahrzeugoberflächen prüfen und fachgerecht für die Beschichtung vorbereiten
- Rost entfernen sowie Flächen anschleifen und entfetten
- Grundierungen beziehungsweise Haftgründe auftragen
- Unebenheiten verspachteln und schleifen
- nicht zu bearbeitende Flächen durch Abkleben oder Abdecken schützen
- Farbe an Farbmischstationen anmischen
- Füller-, Basis- und Klarlacke fachgerecht auftragen
- Beschriftungen sowie Design- und Effektlackierungen gestalten und umsetzen
- Schriftzüge, Logos oder Dekore mithilfe von Schablonen oder Folien anbringen
- beschädigte Karosserieteile ausbeulen, vorbereiten und neu lackieren
- Oberflächen durch Polieren oder Wachsen schützen und konservieren
- Bauteile demontieren und montieren sowie Fahrzeugverglasungen einbauen
- Prüfergebnisse festhalten und dokumentieren
Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?
Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung zum/zur Fahrzeuglackierer:in rechtlich nicht vorgeschrieben.
Mitbringen solltest du:
- eine ärztliche Erstuntersuchungsbescheinigung, wenn du noch nicht volljährig bist
- den Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb, um an der Schule aufgenommen zu werden
- handwerkliches Geschick 💪, da du zum Beispiel Fahrzeugteile montierst
- chemisches Verständnis, um die Eigenschaften von Materialien zu verstehen
- mathematisches Verständnis 📐, zum Beispiel um Mischverhältnisse zu berechnen
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Fahrzeuglackierer:in ab?
Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt, also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
In der Berufsschule erhältst du das theoretische Wissen, das du für deine Arbeit brauchst. Im betrieblichen Teil der Ausbildung sammelst du praktische Erfahrungen in Werkstätten oder Produktionshallen. In der Regel bewirbst du dich bei Fahrzeuglackierwerkstätten oder Unternehmen der Fahrzeugindustrie.
In der Berufsschule lernst du zum Beispiel:
- wie man metallische Untergründe bearbeitet
- wie man Oberflächen gestaltet
- wie man Reparaturlackierungen ausführt
- wie man Lackierverfahren anwendet
- wie man Design- und Effektlackierungen ausführt
Im Betrieb lernst du zum Beispiel:
- wie man Werkzeuge, Maschinen und Anlagen bedient
- wie man bestimmte Stoffe und Bauteile bearbeitet und verarbeitet
- wie man Untergründe vorbereitet, prüft und bewertet
- wie man Zeichnungen und Farbpläne erstellt
- wie man Kundengespräche führt
Wenn du genauer wissen möchtest, welche Inhalte dich erwarten, kannst du hier den Rahmenlehrplan (für den schulischen Teil) sowie die Ausbildungsverordnung (für den betrieblichen Teil) herunterladen.
Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zum/zur Fahrzeuglackierer:in?
Nach deiner Ausbildung zum/zur Fahrzeuglackierer:in eröffnen sich dir verschiedene Möglichkeiten. Willst du beruflich aufsteigen oder deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern? Dann kannst du dich durch Weiterbildungen auf spezielle Fachgebiete spezialisieren oder auf eine Führungsposition vorbereiten. 🚀
Typische Arbeitsbereiche und Unternehmen
- Fachwerkstätten für Fahrzeuglackierung
- Fahrzeugbaubetriebe
- Werkslackierereien des Maschinen- und Anlagenbaus
Beispiele für Weiterbildungsmöglichkeiten:
- Maler- und Lackierermeister:in
- Techniker:in für Farb- und Lackiertechnik
- Betriebsmanager:in der Fachrichtung Farbtechnik
- Technische:r Fachwirt:in
- Fachkraft für innovative Fahrzeugaufbereitung
- Weiterbildung zum/zur Ausbilder:in
- Studium: Fahrzeugtechnik
- Studium: Chemieingenieurwesen
- Studium: Produkt- und Industriedesign
- Studium: Produktionstechnik
Genauere Informationen zu den genannten Möglichkeiten findest du auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit.
Dank Ausbildung ab ins Studium: Wenn du dich für ein Studium interessierst, solltest du checken, welche Voraussetzungen in deinem Bundesland gelten. In einigen Bundesländern ist es beispielsweise möglich, nach einer Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung zum Studium zugelassen zu werden.
Wo kannst du die Ausbildung zum/zur Fahrzeuglackierer:in machen?
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