
Friseur:in : Ausbildung und Aufgaben
Was macht ein:e Friseur:in im Berufsalltag?
Als Friseur:in reinigst und pflegst du Haar und Kopfhaut, schneidest Haare mit klassischen und modernen Techniken und führst modische Struktur- und Farbveränderungen durch. Du planst, formst und gestaltest Frisuren und berätst Kundinnen und Kunden zu Friseur- und Kosmetikdienstleistungen unter Berücksichtigung von Gesichtsform, Gesamterscheinung und modischen Trends.
Zu deinen typischen Aufgaben gehören laut der Bundesagentur für Arbeit und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
- Kundinnen und Kunden zu Frisuren, Haarpflege und passenden Behandlungen beraten
- Haare waschen, schneiden, pflegen, färben, wellen oder glätten 🧴
- Haarverlängerungen und Haarverdichtungen durchführen sowie mit Haarersatz arbeiten 💇🏻
- Hände und Nägel pflegen und kosmetische Maßnahmen durchführen
- Behandlungsabläufe planen und dokumentieren 📝
- Terminplanungen mit organisieren und im Salonalltag mitarbeiten
- Waren und Produkte präsentieren und verkaufen
- Gesundheits- und Umweltschutzvorschriften beachten
Friseurinnen und Friseure arbeiten vorwiegend in Fachbetrieben des Friseurhandwerks, aber auch in Hotels, Wellnessbereichen, Krankenhäusern, Altenheimen und Reha-Einrichtungen. Weitere Einsatzgebiete sind Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen, Fotoshootings, Modenschauen sowie der Verkauf in Drogerien, Parfümerien und Warenhäusern.
Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?
Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung zum oder zur Friseur:in nicht gesetzlich vorgeschrieben. In der Praxis kommt es vor allem auf Interesse an Haarpflege, Kosmetik und dem Umgang mit Menschen an.
Mitbringen solltest du außerdem:
- eine ärztliche Erstuntersuchungsbescheinigung, wenn du noch nicht volljährig bist
- einen Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb
- handwerkliches Geschick und sorgfältiges Arbeiten ✋🏻
- Kommunikationsfähigkeit und Freude am Umgang mit Kundinnen und Kunden 🤗
- Interesse an modischen Formen, Farben und Pflegebehandlungen 🎨
- Belastbarkeit für einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag im Salon
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Friseur:in ab?
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet dual im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Je nach Betrieb und Bundesland wird der Berufsschulunterricht in Teilzeit oder als Blockunterricht organisiert.
In der Berufsschule lernst du die theoretischen Grundlagen für deinen Beruf. Im Betrieb sammelst du praktische Erfahrungen im Salonalltag und bei der Arbeit mit Kundinnen und Kunden.
In der Berufsschule lernst du zum Beispiel:
- wie Haar und Kopfhaut gepflegt werden 🫧
- wie Schneide-, Farb- und Umformungstechniken aufgebaut sind
- wie Friseur- und Kosmetikdienstleistungen fachlich beurteilt werden💇🏻♀️
- wie Behandlungsschritte geplant, dokumentiert und ausgewertet werden
- wie Vorschriften zu Gesundheit, Umwelt und Arbeitsschutz angewendet werden 😷
Im Betrieb lernst du zum Beispiel:
- wie du Kundinnen und Kunden vor, während und nach der Behandlung betreust 💬
- wie du Haare wäschst, schneidest, färbst und stylst ✂️
- wie du Frisuren planst, formst und gestaltest
- wie du Haarverlängerungen, Haarverdichtungen und Haarersatz einsetzt
- wie du Produkte berätst, präsentierst und verkaufst 🧴
- wie du bei Terminorganisation und Abläufen im Salon mitwirkst
Wenn du genauer wissen möchtest, welche Inhalte dich erwarten, kannst du hier den Rahmenlehrplan (für den schulischen Teil) herunterladen und die Ausbildungsverordnung (für den betrieblichen Teil) aufrufen.
Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zum/zur Friseur:in?
Nach der Ausbildung stehen dir verschiedene Einsatzmöglichkeiten offen, vor allem in Friseurbetrieben, aber auch in weiteren Bereichen wie Hotellerie, Wellness, Medienproduktionen oder im Verkauf von Haarpflege- und Kosmetikprodukten. Die beruflichen Perspektiven können sich durch Weiterbildungen und Spezialisierungen erweitern.
Typische Arbeitsbereiche im Unternehmen
Friseurinnen und Friseure arbeiten insbesondere in:
- Fachbetrieben des Friseurhandwerks ✂️
- Hotels und Wellnessbereichen 🏨
- Krankenhäusern, Altenheimen und Reha-Einrichtungen
- Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen 🎥
- Drogerien, Parfümerien und Warenhäusern
- der haarkosmetischen Industrie
Beispiele für Weiterbildungsmöglichkeiten:
- Friseurmeister:in 👩🏻🎓
- Spezialisierungen in Farb-, Stil- oder Kosmetikbereichen
- Fortbildungen im Verkauf, in Beratung oder Salonorganisation 💇🏻♀️
- berufliche Weiterbildungen im Friseurhandwerk und angrenzenden Dienstleistungsbereichen
Dank Ausbildung ab ins Studium: Wenn du dich für ein Studium interessierst, solltest du prüfen, welche Voraussetzungen in deinem Bundesland gelten. In einigen Fällen ist ein Studium auch nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung und Berufserfahrung möglich.
Willst du bereits während deiner Ausbildung studieren? Dann prüfe duale oder berufsbegleitende Studienangebote im Bereich Kosmetik, Management oder verwandter Dienstleistungsfelder. 🎓
Wie viel verdienst du während der Ausbildung zum/zur Friseur:in?
Friseurhandwerk (monatlich brutto) 💰
- Ausbildungsjahr: 724 bis 750 Euro
- Ausbildungsjahr: 854 bis 870 Euro
- Ausbildungsjahr: 977 bis 1.015 Euro
Die genannten Gehaltsangaben dienen nur zur Orientierung und können je nach Bundesland, Unternehmen und individuellen Faktoren variieren. Unter anderem hängt die Höhe deines Gehalts davon ab, ob das Unternehmen an Tarifverträge gebunden ist. Da sich Rahmenbedingungen jederzeit ändern können, sind alle Angaben ohne Gewähr.
Wo kannst du die Ausbildung zum/zur Friseur:in machen?
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