Gärtner:in: Ausbildung und Aufgaben
Was macht ein:e Gärtner:in im Berufsalltag?
Gärtner:innen gestalten, pflegen und erhalten Grünflächen von privaten Gärten über Parks bis hin zu Sportplätzen. Sie pflanzen, schneiden, düngen, gestalten Beete und sorgen dafür, dass alles wächst und gedeiht. Dabei kommen Maschinen wie Rasenmäher oder Bewässerungsanlagen genauso zum Einsatz wie klassische Handarbeit. Je nach Fachrichtung (siehe unten) arbeiten sie im Freien, im Gewächshaus oder auch in Gartencentern.
Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?
Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, meist wird aber ein Haupt- oder Realschulabschluss erwartet. Wichtig sind vor allem
- Freude an Pflanzen
- handwerkliches Geschick
- körperliche Belastbarkeit
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Gärtner:in ab?
Wenn du genauer wissen möchtest, welche Themen dich erwarten, kannst du hier den Rahmenlehrplan (für den schulischen Teil) herunterladen und die Ausbildungsverordnung (für den betrieblichen Teil) aufrufen.
Wähle zwischen diesen Schwerpunkten
Der Beruf Gärtner:in ist vielseitiger, als viele denken. Du kannst aus sieben Fachrichtungen wählen. Die aufgelisteten Lernfelder zeigen dir, worin sich die Ausbildungsinhalte laut der Verordnung unterscheiden:
Garten- und Landschaftsbau: Planung und Gestaltung von Parks, Gärten und Außenanlagen.
- Vorbereiten, Einrichten und Abwickeln von Baustellen
- Ausführen von Erdarbeiten sowie Be- und Entwässerungsmaßnahmen
- Herstellen von befestigten Flächen
- Herstellen von Bauwerken in Außenanlagen
- Ausführen von vegetationstechnischen Arbeiten
Zierpflanzenbau: Anbau und Pflege von Pflanzen für den Verkauf und die Floristik
- Kulturräume und Kultureinrichtungen
- Vermehrung und Jungpflanzenanzucht
- Produktionsverfahren
- Ernten, Aufbereiten und Lagern
- Verkaufen und Beraten
Baumschule: Aufzucht von Bäumen, Sträuchern und Heckenpflanzen
- Kulturräume und Kultureinrichtungen
- Anlage von Baumschulquartieren und Flächen für Containerkulturen
- Vermehrung und Jungpflanzenanzucht
- Produktionsverfahren
- Roden, Sortieren, Kennzeichnen und Lagern
- Verkaufen und Beraten
Obstbau: Pflege und Ernte von Obstsorten
- Anlegen von Obstpflanzungen
- Produktionsverfahren
- Ernten, Aufbereiten und Lagern
- Vermarkten
Gemüsebau: Produktion von frischem Gemüse im Freiland oder Gewächshaus
- Produktionsräume und Produktionseinrichtungen
- Vermehrung und Jungpflanzenanzucht
- Produktionsverfahren
- Ernten, Aufbereiten und Lagern
- Vermarkten
Staudengärtnerei: Spezialisierung auf mehrjährige Pflanzen
- Kulturräume und Kultureinrichtungen
- Vermehrung und Jungpflanzenanzucht
- Produktionsverfahren
- Auswählen und Aufbereiten
- Verkaufen und Beraten
Friedhofsgärtnerei: Gestaltung und Pflege von Grabstätten, oft mit viel Kreativität und Feingefühl.
- Kulturräume und Kultureinrichtungen
- Vermehrung und Weiterkultur
- Grabstätten anlegen, pflegen und erneuern
- Trauerbinderei und Dekoration
- Verkaufen und Beraten
So kannst du den Bereich wählen, der am besten zu dir passt. Egal, ob du lieber mit Gestaltung, Pflanzenproduktion oder Naturpflege arbeitest.
Wie viel verdienst du während der Ausbildung zum/zur Gärtner:in?
Je nach Fachrichtung und Region liegt die Vergütung im Garten- und Landschaftsbau ab Juli 2025 laut der Landwirtschaftskammer Niedersachsen bei bis zu 1.100 Euro im ersten Jahr und steigt bis auf 1.340 Euro im dritten Jahr. In anderen Bereichen kann das Gehalt leicht abweichen.
Zum 1. Juli 2026 steigen die Ausbildungsgehälter ein wenig an:
- Ausbildungsjahr: 1.140 Euro
- Ausbildungsjahr: 1.270 Euro
- Ausbildungsjahr: 1.390 Euro
Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zum/zur Gärtner:in?
Nach der Ausbildung kannst du dich spezialisieren oder weiterbilden, etwa zum/zur Gärtnermeister:in oder Techniker:in. Viele übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben in Betrieben, beim städtischen Gartenamt oder machen sich selbstständig. Der Beruf bietet stabile Perspektiven, denn Pflanzen werden immer wachsen und Gärtner:innen immer gebraucht.
Wo kannst du die Ausbildung machen?
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Für deine Zukunft
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