Hotelfachmann/-frau: Ausbildung und Aufgaben
Was macht ein Hotelfachmann oder eine Hotelfachfrau im Berufsalltag?
Vom Check-in bis zum Check-out: Als Hotelfachmann oder Hotelfachfrau betreust und berätst du die Gäste und organisierst die Abläufe in allen Bereichen des Hauses, zum Beispiel an der Rezeption, im Restaurant oder im Veranstaltungsbereich.
Welche Aufgaben dich konkret erwarten, lässt sich auf Basis der Angaben der Bundesagentur für Arbeit folgendermaßen zusammenfassen:
- Gäste begrüßen, ein- und auschecken sowie betreuen und beraten
- Reservierungen und Zimmervergaben planen und durchführen
- Rechnungen erstellen, Kassenvorgänge erledigen und Abrechnungen durchführen
- Service im Restaurant oder auf der Etage übernehmen, Speisen und Getränke servieren und unter Umständen sogar flambieren 🔥
- Reinigungsarbeiten organisieren und Dienstpläne erstellen
- Zimmer anhand von Checklisten prüfen
- bei der Organisation von Veranstaltungen und Tagungen mitwirken
- mit Reiseveranstaltern und Dienstleistern kommunizieren und Angebote kalkulieren
- Marketing- und Verkaufsförderungsmaßnahmen mitgestalten
- Gäste– und Beschwerdemanagement durchführen
Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss für die Ausbildung zum Hotelfachmann oder zur Hotelfachfrau vorgeschrieben. Die Betriebe stellen allerdings laut der Bundesagentur für Arbeit vor allem Ausbildungsanfänger:innen mit mittlerem Bildungsabschluss beziehungsweise Realschulabschluss ein.
Mitbringen solltest du:
- den Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb, um an der Schule aufgenommen zu werden
- eine Bescheinigung über eine Belehrung des Gesundheitsamtes zum Umgang mit Lebensmitteln
- Lust auf Kundenkontakt und Service
- Team-und Kommunikationsfähigkeit
- Flexibilität, da du in wechselnden Bereichen arbeitest
Wie läuft die Ausbildung zum Hotelfachmann oder zur Hotelfachfrau ab?
Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt, also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Im betrieblichen Teil der Ausbildung sammelst du praktische Erfahrungen im Hotelbetrieb. In der Berufsschule erhältst du das theoretische Wissen, das du für deine Arbeit brauchst.
Tipp 💡: Dein Wunschhotel kann dir die Ausbildungsinhalte nicht vollständig vermitteln? Dann erkundige dich nach einer überbetrieblichen Ausbildung. In dieser Form kann dir das Hotel vielleicht doch einen Ausbildungsplatz anbieten.
Welche Lernfelder konkret auf dich zukommen, zeigen wir dir in der Grafik.
Die abgebildeten Themen sind wichtig für die Prüfungen und vor allem für den Berufsalltag. Wenn du genauer wissen möchtest, welche Fertigkeiten die Lernfelder umfassen, kannst du hier den Rahmenlehrplan (für den schulischen Teil) herunterladen und die Ausbildungsverordnung (für den betrieblichen Teil) aufrufen.
Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zum Hotelfachmann oder zur Hotelfachfrau?
Nach deiner Ausbildung arbeitest du typischerweise in den unten genannten Bereichen. Oft lohnt es sich, direkt nach der Ausbildung oder nach etwas Berufserfahrung Weiterbildungsangebote anzuschließen. Sie können es dir ermöglichen, dich auf spezielle Fachgebiete zu spezialisieren oder dich als Führungsperson zu qualifizieren. 🚀
Typische Arbeitsbereiche und Positionen
- Hotellerie: Hotels, Gasthöfe oder Pensionen
- Gastronomie beziehungsweise Catering, beispielsweise in Gaststätten oder Partyservice-Unternehmen
- Bankettleiter:in
- Bankettleiterassistent:in
- Empfangchef:in
- Empfangmitarbeiter:in
- Catering-Manager:in
Beispiele für Weiterbildungsmöglichkeiten:
- Weinseminare 🍷
- Management im Hotel- und Gaststättengewerbe
- Barservice
- Restaurant- und Bankettservice
- Fachwirt:in im Gastgewerbe
- Betriebswirt:in im Hotel- und Gaststättengewerbe (Bachelor Professional)
- Hotelmeister:in
- Restaurantmeister:in
- Gastronom:in (Bachelor Professional)
- Studium: Hotelmanagement
Tiefergehende Informationen zu den einzelnen Weiterbildungsangeboten findest du auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit.
Wie viel verdienst du während der Ausbildung zum Hotelfachmann oder zur Hotelfachfrau?
Dein Betrieb bezahlt dich nach den Vorgaben des regionalen Tarifvertrags, insofern er ein tarifgebundener Betrieb ist. Darüber hinaus hängt die Höhe des Gehalts vom Bundesland und der Branche ab. Die Bundesagentur für Arbeit liefert ein Beispiel:
Hotel- und Gaststättengewerbe (monatlich brutto, davon werden also noch bestimmte Beträge wie Steuern abgezogen):
- Ausbildungsjahr: 950 bis 1.200 Euro
- Ausbildungsjahr: 1.050 bis 1.300 Euro
- Ausbildungsjahr: 1.150 bis 1.462 Euro
Wenn dein Betrieb nicht tarifgebunden ist, hat er trotzdem die Pflicht, dich angemessen zu vergüten. Check dazu die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Wo kannst du die Ausbildung zum Hotelfachmann oder zur Hotelfachfrau machen?
Prüfe die Angebote in unserem Stellenmarkt. Vielleicht findest du dort das passende Hotel. 🤞
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