Industriekaufmann/-frau: Ausbildung und Aufgaben

Was macht eine Industriekauffrau oder ein Industriekaufmann im Berufsalltag?

Als Industriekaufmann oder Industriekauffrau sorgst du dafür, dass Industriegüter schnell und effizient produziert werden können. Du checkst beispielsweise, ob genug Material und Lagerkapazitäten zur Verfügung stehen. Auch für die Preisverhandlung und Termine mit Zulieferern bist du zuständig. Wie sieht dein Arbeitsalltag also konkret aus? 

Laut der Bundesagentur für Arbeit gehören zu deinen typischen Aufgaben: 

  • Produktionsprozesse planen, steuern und überwachen
  • Rohstoffe und Materialien einkaufen, Angebote vergleichen und Lieferbedingungen aushandeln
  • Aufträge bearbeiten, Preise kalkulieren und Lieferabläufe koordinieren
  • Fracht- und Zollformalitäten für den Versand organisieren
  • Lieferungen annehmen, prüfen und nötigenfalls reklamieren
  • Personalbedarf ermitteln
  • Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Personalverwaltung übernehmen
  • Marketing- und Vertriebsaktionen planen, Marktanalysen auswerten und Kunden beraten
  • Investitionen prüfen und vorbereiten
  • Rechnungen prüfen und Zahlungen veranlassen

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Ein bestimmter Schulabschluss ist laut der Bundesagentur für Arbeit nicht vorgeschrieben. Viele Betriebe wünschen sich aber die Hochschulreife. Mitbringen solltest du außerdem: 

  • einen Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb, um an der Schule angenommen zu werden
  • eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung, wenn du noch nicht 18 Jahre alt bist
  • Interesse an Wirtschaft, Finanzen und Zahlen 📈
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
  • Freude am Umgang mit Menschen und Kommunikation

Wie läuft die Ausbildung zur Industriekauffrau oder zum Industriekaufmann ab?

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und wird im sogenannten dualen System durchgeführt – das heißt, du lernst an zwei verschiedenen Lernorten: im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb erhältst du praktische Einblicke in den Berufsalltag und in der Berufsschule wird dir das theoretische Wissen vermittelt. 

Welche Inhalte dich in den einzelnen Ausbildungsjahren erwarten, zeigen wir dir in der folgenden Grafik. 

Die abgebildeten Themen sind wichtig für die Prüfungen und vor allem für das spätere Berufsleben als Industriekauffrau oder Industriekaufmann. Wenn du genauer wissen möchtest, was sich hinter den genannten Lernfeldern verbirgt, kannst du hier den Rahmenlehrplan (für den schulischen Teil) herunterladen und die Ausbildungsverordnung (für den betrieblichen Teil) aufrufen.  

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zur Industriekauffrau oder zum Industriekaufmann?

Nach deiner Ausbildung kannst du laut der Bundesagentur für Arbeit in verschiedensten Unternehmen arbeiten. Kümmere dich beispielsweise um die betriebswirtschaftlichen Abläufe in: 

  • Bauunternehmen
  • Unternehmen der Holz- und Möbelindustrie
  • Betrieben der Glas-, Keramik und Kunststoffverarbeitung
  • Metall-, Maschinenbau- oder Feinmechanikbetrieben
  • Betriebe der Nahrungs- und Genussmittelherstellung
  • Unternehmen der Rohstoffgewinnung und -aufbereitung
  • Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie

Darüber hinaus stehen dir Aufstiegsweiterbildungen offen, mit denen du deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen kannst. Siehst du dich beispielsweise in einer Führungsposition? 🚀 

Beispiele für Aufstiegsweiterbildungen: 

  • Industriefachwirt:in
  • Betriebsfachwirt:in für allgemeine Betriebswirtschaft
  • Wirtschaftsfachwirt:in
  • Bilanzbuchhalter:in
  • Studium: Industriebetriebswirtschaft
  • Studium: Betriebswirtschaftslehre

Wie viel verdienst du während der Ausbildung zur Industriekauffrau oder zum Industriekaufmann?

Wie viel du während der Ausbildung verdienst, hängt davon ab, ob dein Unternehmen an Tarifverträge gebunden ist. Falls ja, zahlt der Betrieb nach den tarifvertraglichen Vereinbarungen, die für das Bundesland gelten. Die Bundesagentur für Arbeit liefert ein Beispiel: 

Metall- und Elektroindustrie (abhängig vom Bundesland und monatlich brutto)

  • 1. Ausbildungsjahr: 1.206 bis 1.338 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.259 bis 1.372 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.337 bis 1.466 Euro

Wo kannst du die Ausbildung zur Industriekauffrau oder zum Industriekaufmann machen?

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