Industriemechaniker:in: Ausbildung und Aufgaben

Was macht ein:e Industriemechaniker:in im Berufsalltag?

Da, wo du bist, läuft alles wie geschmiert. ⚙️ Du baust, pflegst und reparierst Maschinen und technische Systeme, die täglich im Einsatz sind. So trägst du dazu bei, dass die Produktion im Industriebetrieb nie stillsteht. Dazu gehören laut der Bundesagentur für Arbeit etwa die folgenden Aufgaben: 

  • Maschinen und Fertigungsanlagen prüfen, montieren und in Betrieb nehmen
  • Arbeitsaufträge planen und mit dem Team oder Kund:innen und Kunden abstimmen
  • technische Zeichnungen lesen, erstellen und Modelle am Computer bearbeiten 💻
  • Teile und Baugruppen herstellen, oft mit CNC-Maschinen oder Robotern
  • Hydraulik-, Elektro- und Softwarekomponenten integrieren
  • Wartungs- und Reparaturarbeiten durchführen: Fehler suchen, Teile austauschen, Tests durchführen 🔧
  • Produktionsprozesse überwachen und verbessern
  • Änderungen und Abläufe dokumentieren und Kundinnen und Kunden einweisen

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung zur/zum Industriemechaniker:in nicht vorgeschrieben. Allerdings stellen die Betriebe laut der Bundesagentur für Arbeit überwiegend Bewerber:innen mit mittlerem Bildungsabschluss beziehungsweise Realschulabschluss ein. 

Mitbringen solltest du: 

  • eine ärztliche Erstuntersuchungsbescheinigung, wenn du unter 18 Jahre alt bist
  • den Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb, um an der Schule aufgenommen zu werden
  • handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
  • Interesse an Mathematik und Physik 📐
  • Sorgfalt, Geduld und Verantwortungsbewusstsein

Wie läuft die Ausbildung zur/zum Industriemechaniker:in ab?

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und findet dual statt, also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Im betrieblichen Teil der Ausbildung sammelst du praktische Erfahrungen in Produktions- und Werkhallen. In der Berufsschule erhältst du das theoretische Wissen, das du für deine Arbeit brauchst. 

Welche Lernfelder auf dich zukommen, zeigen wir dir in der Grafik. 

Die abgebildeten Themen sind wichtig für die Prüfungen und vor allem für das spätere Berufsleben. Wenn du genauer wissen möchtest, welche Fertigkeiten zu den Lernfeldern gehören, kannst du hier den Rahmenlehrplan (für den schulischen Teil) herunterladen und die Ausbildungsverordnung (für den betrieblichen Teil) aufrufen. 

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zur/zum Industriemechaniker:in?

Nach deiner Ausbildung zur/zum Industriemechaniker:in stehen dir verschiedene Einsatzmöglichkeiten offen. Das zeigen etwa die Angaben der Bundesagentur für Arbeit. Außerdem kannst du dich durch Weiterbildungen auf spezielle Fachgebiete spezialisieren. So erhöhst du deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. 🚀  

Typische Arbeitsbereiche und Unternehmen 

  • Industrieunternehmen verschiedenster Art
  • Maschinen und Anlagenbau: zum Beispiel als Montagemechaniker:in oder Motorenmechaniker:in
  • Metallbearbeitung: zum Beispiel als Maschineneinrichter:in
  • Qualitätssicherung
  • Wartung, Instandhaltung und Kundendienst

Beispiele für Weiterbildungsmöglichkeiten: 

  • Industriemeister:in mit der Fachrichtung Metall
  • Techniker:in mit der Fachrichtung Maschinentechnik
  • Technische:r Fachwirt:in
  • Feinwerkmechanikermeister:in: wird an Fachschulen oder an Bildungszentren der Handwerkskammern angeboten
  • Spezialist:in für Industrie 4.0
  • Berufsspezialist:in für Industrielle Transformation

Wie viel verdienst du während der Ausbildung zur/zum Industriemechaniker:in?

Dein Betrieb bezahlt dich genau nach den Vorgaben des regionalen Tarifvertrags, insofern er ein tarifgebundener Betrieb ist. Darüber hinaus hängt die Höhe des Gehalts vom Bundesland und der Branche ab. Die Bundesagentur für Arbeit liefert zwei Beispiele: 

(monatlich brutto, davon werden also noch bestimmte Beträge wie Steuern abgezogen) 

Metallhandwerks-Branche: 

  • 1. Ausbildungsjahr: 682 bis 1.226 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 805 bis 1.294 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 921 bis 1.396 Euro
  • 4. Ausbildungsjahr: 955 bis 1.464 Euro

Metall- und Elektroindustrie-Branche: 

  • 1. Ausbildungsjahr: 1.206 bis 1.338 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.259 bis 1.372 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.337 bis 1.466 Euro
  • 4. Ausbildungsjahr: 1.419 bis 1.537 Euro

Wenn dein Betrieb nicht tarifgebunden ist, muss er dich trotzdem angemessen vergüten. Check dazu die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung (hier neue Landingpage verlinken). 

Wo kannst du die Ausbildung zur/zum Industriemechaniker:in machen?

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