Konditor:in: Ausbildung und Aufgaben

Was macht ein:e Konditor:in im Berufsalltag?

Große Hochzeitstorten und winzige Pralinen warten darauf, von dir erschaffen zu werden. Früh am Morgen machst du dich mit handwerklichem Geschick an die Arbeit und stellst Torten, Kuchen und andere Back- sowie Süßspeisen her. Je nach Betrieb gehören auch Kundenberatung, Verkauf und das Gestalten besonderer Schaustücke zu deinem Alltag. 🎂

Typische Aufgaben sind laut der Bundesagentur für Arbeit:

  • Feinbackwaren, Dauer-, Salz- und Käsegebäck herstellen
  • Biskuit-, Hefe-, Brand- oder Mürbeteig herstellen
  • Zutaten vorbereiten, abwiegen und nach Rezept zu Teigen und Massen verarbeiten
  • Teige und Massen von Hand oder mit Maschinen kneten, rühren, schlagen und formen
  • Backzeiten sowie Temperaturen überwachen
  • Torten, Desserts und Gebäck füllen, glasieren, überziehen und dekorieren
  • Pralinen, Schokoladen-, Marzipan- und Zuckererzeugnisse herstellen
  • Früchte verarbeiten sowie Konfitüren, Gelees und Füllungen herstellen
  • Schaustücke, Präsentationen und Dekors für besondere Anlässe entwerfen
  • kleine Gerichte und Süßspeisen zubereiten und anrichten
  • Kundinnen sowie Kunden beraten, Produkte präsentieren und verkaufen
  • Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsvorgaben einhalten
  • Maschinen, Geräte und Arbeitsplätze reinigen und pflegen

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung zur/zum Konditor:in nicht vorgeschrieben.

Mitbringen solltest du:

  • den Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb, um an der Schule aufgenommen zu werden
  • eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes zur Belehrung über den Umgang mit Lebensmitteln
  • ärztliche Erstuntersuchungsbescheinigung, wenn du noch nicht volljährig bist
  • mathematisches Verständnis, um beispielsweise Gewichtsangaben umrechnen zu können 
  • chemisches Verständnis, um zum Reaktionsprozesse der Zutaten nachvollziehen zu können
  • Kreativität, die du zum Beispiel beim Ausdekorieren von Torten auslebst

Wie läuft die Ausbildung zur/zum Konditor:in ab?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt, also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

In der Berufsschule erhältst du das theoretische Wissen, das du für deine Arbeit brauchst. Im betrieblichen Teil der Ausbildung sammelst du praktische Erfahrungen in Verkaufsräumen sowie Backstuben. In der Regel bewirbst du dich bei einer handwerklichen Konditorei. Sieh ganz unten in diesem Beitrag oder in unserem Stellenmarkt nach, ob eine passende Suchanzeige dabei ist.

💡 Tipp: Deine Wunschkonditorei bietet keine Ausbildung an, weil sie nicht alle Ausbildungsinhalte vermitteln kann? Dann frage nach einer überbetrieblichen Ausbildung. So haben sie vielleicht doch ein Plätzchen für dich. 🍪

In der Berufsschule lernst du zum Beispiel:

  • Herstellen einfacher Teige/Massen
  • Gestalten, Werben, Beraten und Verkaufen
  • Herstellen von Feinbackwaren aus Teigen
  • Herstellen von Füllungen, Cremes und Süßspeisen
  • Entwerfen und Herstellen von Torten und Desserts
  • Arbeiten mit Marzipan
  • Herstellen von Erzeugnissen mit/aus Kuvertüre

Im Betrieb lernst du zum Beispiel:

  • Umsetzen von Hygienevorschriften
  • Durchführen von Qualitätssichernden Maßnahmen
  • Überziehen von Konditorerzeugnissen, zum Beispiel mit Glasuren oder Gelees
  • Herstellen von Salz-, Käse- und Partygebäck
  • Herstellen von Marzipan-, Schokoladen- und Nougaterzeugnissen
  • Entwerfen und Herstellen von Zuckererzeugnissen: zum Beispiel Karamell gießen und modellieren
  • Kundenberatung und Verkauf

Wenn du genauer wissen möchtest, welche Themen dich erwarten, kannst du hier den Rahmenlehrplan (für den schulischen Teil) und die Ausbildungsverordnung (für den betrieblichen Teil) aufrufen.


💡 Tipp: Kommt für dich auch die Ausbildung zum/zur Bäckerin infrage? In der verlinkten Ausbildungsvorstellung findest du alle wichtigen Infos.


Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zur/zum Konditor:in?

Nach deiner Ausbildung zur/zum Konditor:in stehen dir verschiedene Einsatzmöglichkeiten offen. Willst du beruflich aufsteigen oder deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern? Dann kannst du dich durch Weiterbildungen auf spezielle Fachgebiete spezialisieren oder auf eine Führungsposition vorbereiten. 🚀

Typische Arbeitsbereiche und Unternehmen

  • Konditoreien
  • Confiserien
  • Cafés oder Bäckereien mit Feinbackwarensortiment
  • seltener: Backwaren- und Süßwarenindustrie, zum Beispiel Speiseeishersteller 🍧

Beispiele für Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Konditormeister:in im Konditor-Handwerk
  • Techniker:in der Fachrichtung Lebensmitteltechnik
  • Industriemeister:in der Fachrichtung Süßwaren
  • Verkaufsleiter:in im Lebensmittelhandwerk
  • Weiterbildung zum/zur Ausbilder:in
  • Studium: Lebensmitteltechnologie
  • Studium: Ernährungswissenschaft, Ökotrophologie

Genauere Informationen zu den genannten Möglichkeiten findest du auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit.

Eine abgeschlossene Ausbildung kann es dir ermöglichen, auch ohne Abi zu studieren. Die Wege zur Hochschulzugangsberechtigung unterscheiden sich allerdings von Bundesland zu Bundesland.

Wo kannst du die Ausbildung zur/zum Konditor:in machen?

Prüfe die Angebote in unserem Stellenmarkt. Vielleicht findest du einen passenden Betrieb.🤞

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