Kosmetiker:in: Ausbildung und Aufgaben

Was macht ein:e Kosmetiker:in im Berufsalltag?

Legst du Wert auf eine schöne, gepflegte Haut? 🧴 Als Kosmetiker:in hilfst du deinen Kundinnen und Kunden, sich genau diesen Wunsch zu erfüllen. Aber auch andere Maßnahmen der Schönheitspflege können zu deinen Aufgaben gehören: Im dritten Ausbildungsjahr kannst du dich beispielsweise für das Wahl-Thema Nagelmodellage entscheiden (siehe Abbildung).

Typische Aufgaben sind laut der Bundesagentur für Arbeit vor allem:

  • Hauttyp und Hautzustand analysieren
  • Kundinnen und Kunden beraten
  • Haut reinigen, Mitesser, Pickel oder unerwünschte Körperbehaarung entfernen
  • Akne, Narben oder Cellulite behandeln
  • Masken, Peelings, Cremes oder Lotions auftragen und Gesichtsbäder durchführen
  • kosmetische Massagen im Gesicht, an Händen und an Füßen sowie auch Ganzkörpermassagen durchführen 💆‍♀️
  • Maniküre und Pediküre durchführen
  • Wimpern und Augenbrauen formen und färben
  • Make-up gestalten
  • Haarwuchs entfernen
  • Pflege- und Kosmetikprodukte verkaufen und pflegerische Nachsorge erklären
  • Rechnungen erstellen
  • Behandlungsraum vorbereiten, Apparate bedienen und Hygienerichtlinien einhalten

Wie läuft die Ausbildung zum Kosmetiker oder zur Kosmetikerin ab?

Du kannst die Ausbildung entweder als duale Berufsausbildung oder als schulische Berufsausbildung machen. Das sind die Unterschiede:

Duale Berufsausbildung: Du arbeitest in einem Ausbildungsbetrieb, zum Beispiel in einem Kosmetikstudio. Außerdem besuchst du die Berufsschule. Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre.

Schulische Ausbildung: Du arbeitest nicht in einem Ausbildungsbetrieb. Stattdessen gehst du in Vollzeit zur Berufsfachschule. Um die praktischen Fähigkeiten zu lernen, wirst du aber Praxisunterricht und Praktika haben. Die Ausbildung dauert in der Regel zwei Jahre.

Das lernst du in der dualen Ausbildung bis zu den Abschlussprüfungen:

Die abgebildeten Themen sind wichtig für die Prüfungen und vor allem für den Berufsalltag. Wenn du genauer wissen möchtest, welche Fähigkeiten zu den Lernfeldern gehören, kannst du hier den Rahmenlehrplan (für den schulischen Teil) und die Ausbildungsverordnung (für den betrieblichen Teil) aufrufen.

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Für die duale Ausbildung ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Mit welchem Schulabschluss du gute Chancen hast, hängt davon ab, in welchem Bereich du arbeiten willst:

  • Kosmetik-Handwerk: Hier stellen die Betriebe vor allem Azubis mit mittlerem Bildungsabschluss beziehungsweise Realschulabschluss ein.
  • Industrie und Handel: Hier stellen die Betriebe überwiegend Azubis mit Hauptschulabschluss ein.

Möchtest du die Ausbildung an einer Berufsfachschule machen, dann musst du mindestens einen Hauptschulabschluss haben.

Mitbringen solltest du:

  • eine ärztliche Erstuntersuchungsbescheinigung, wenn du unter 18 Jahre alt bist
  • für die duale Ausbildung: den Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb, um an der Schule aufgenommen zu werden
  • Kenntnisse über den menschlichen Körper aus dem Biologieunterricht
  • Interesse an Chemie, beispielsweise um Wirkungsweisen von Produkten zu verstehen
  • ein Gefühl für Ästhetik (Schönheit)

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zum Kosmetiker oder zur Kosmetikerin?

Nach deiner Ausbildung arbeitest du typischerweise in den unten genannten Bereichen. Oft lohnt es sich, direkt nach der Ausbildung oder nach etwas Berufserfahrung Weiterbildungsangebote anzuschließen. So kannst du dich auf bestimmte Fachgebiete konzentrieren oder dich auf eine Führungsposition vorbereiten.

Typische Arbeitsbereiche

  • Kosmetikstudios
  • Wellnesshotels oder Beautyhotels
  • Spas, Saunas oder (Dampf-)Bäder
  • Hautarztpraxen

Beispiele für Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • kosmetische Massage und Lymphdrainage
  • Hand- und Nagelpflege
  • Fußpflege
  • Visagistik oder Maskenbildnerei
  • Kosmetikmeister:in (Bachelor Professional)
  • Fachwirt:in für Kosmetik und Wellness

Tiefergehende Informationen zu den einzelnen Weiterbildungsangeboten findest du auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit.

Wie viel verdienst du während der Ausbildung zum Kosmetiker oder zur Kosmetikerin?

In der dualen Ausbildung

Dein Betrieb bezahlt dich häufig genau nach den Vorgaben des regionalen Tarifvertrags. Manche Betriebe sind nicht an diese tariflichen Vorgaben gebunden. Trotzdem müssen sie dich angemessen bezahlen. Checke dazu die allgemeine Mindestausbildungsvergütung.

Außerdem hängt die Höhe des Gehalts vom Bundesland und der Branche ab. Die Bundesagentur für Arbeit liefert zwei Beispiele:

Kosmetikerhandwerk (monatlich brutto, davon werden also noch bestimmte Beträge wie Steuern abgezogen):

  1. Ausbildungsjahr: 682 Euro
  2. Ausbildungsjahr: 805 Euro
  3. Ausbildungsjahr: 921 Euro

Einzelhandel (je nach Bundesland):

  1. Ausbildungsjahr: 940 bis 1.120 Euro
  2. Ausbildungsjahr: 1.000 bis 1.250 Euro
  3. Ausbildungsjahr: 1.150 bis 1.390 Euro

In der schulischen Ausbildung

Während der schulischen Ausbildung erhältst du keine Vergütung, da du nicht über längere Zeit in einem Betrieb arbeitest.

Wo kannst du die Ausbildung zum Kosmetiker oder zur Kosmetikerin machen?

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