Technische:r Produktdesigner:in - Produktgestaltung und -konstruktion: Ausbildung und Aufgaben

Was macht ein:e Technische:r Produktdesigner:in dieser Fachrichtung im Berufsalltag?

In deinem Berufsalltag als Technische:r Produktdesigner:in für Produktgestaltung und -konstruktion bist du an der Entwicklung von Produkten wie medizinischen Geräten oder Konstruktionen für die Luftfahrt beteiligt. Du erstellst präzise 3D-Modelle am Computer und setzt dabei die Vorgaben von Ingenieurinnen sowie Ingenieuren um. Von der ersten Idee bis zur Freigabe für die Serienfertigung begleitest du den gesamten Entwicklungsprozess. ✈️

Konkreter gehören zu deinen üblichen Aufgaben laut der Bundesagentur für Arbeit:

  • Bauteile und Baugruppen entwerfen und skizzieren
  • detaillierte 3D-Modelle mit CAD-Systemen erstellen
  • Designvorgaben und Kundenwünsche konstruktiv umsetzen
  • Längen, Flächen, Winkel, Volumen und Massen berechnen
  • Werkstoffe, Halbzeuge und Normteile auswählen
  • Bauteile und Baugruppen mithilfe von Simulationen und Tests prüfen
  • Konstruktionen bei Bedarf anpassen
  • Stücklisten, Fertigungsunterlagen, Normlisten sowie technische Dokumentationen erstellen und pflegen
  • Arbeitsergebnisse präsentieren und den Produktionsprozess begleiten

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung zum/zur Technischen Produktdesigner:in nicht vorgeschrieben. Die Bundesagentur für Arbeit zeigt jedoch auf Basis von Informationen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), dass 2024 vor allem Azubis mit Hochschulreife oder mittlerem Bildungsabschluss (Realschulabschluss) die Ausbildung begannen.

Mitbringen solltest du:

  • eine ärztliche Erstuntersuchungsbescheinigung, wenn du noch nicht volljährig bist
  • den Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb, um an der Schule aufgenommen zu werden
  • mathematisches sowie technisches Verständnis, um zum Beispiel Winkel zu berechnen und maßstabsgetreue technische Zeichnungen anzufertigen 📐
  • physikalisches Verständnis, um funktionsfähige Konstruktionen zu entwickeln

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Technischen Produktdesigner:in für Produktgestaltung und -konstruktion ab?

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und findet dual statt, also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

In der Berufsschule erhältst du das theoretische Wissen, das du für deine Arbeit brauchst. Im betrieblichen Teil der Ausbildung sammelst du praktische Erfahrungen in Werkstätten, Werkhallen und auf Baustellen. In der Regel bewirbst du dich bei Konstruktionsbüros, Ingenieurdienstleistern oder Industriebetrieben.

In der Berufsschule lernst du zum Beispiel:

  • wie man Bauteile aus Kunststoffen entwickelt und dabei Umformverfahren berücksichtigt
  • wie man Bauteile aus metallischen Werkstoffen entwickelt
  • wie man 3D-Datensätze von Baugruppen erstellt und dabei Fügeverfahren sowie Montagetechniken berücksichtigt
  • wie man 3D-Datensätze von Bauteilen nach Designvorgaben erstellt und verändert

Im Betrieb lernst du zum Beispiel:

  • wie man rechnergestützt konstruiert
  • wie man Fertigungsverfahren und Montagetechniken unterscheidet
  • wie man Berechnungen ausführt
  • wie man Bauteile und Baugruppen plant und ausarbeitet
  • wie man Simulationen durchführt

Wenn du genauer wissen möchtest, welche Inhalte dich erwarten, kannst du hier den Rahmenlehrplan (für den schulischen Teil) herunterladen und die Ausbildungsverordnung (für den betrieblichen Teil) aufrufen.


💡 Tipp: Diese Ausbildung wird auch mit der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion angeboten. Interessieren könnte dich außerdem die Ausbildung zum/zur Technischen Systemplaner:in.  


Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zum/zur Technischen Produktdesigner:in für Produktgestaltung und -konstruktion?

Nach deiner Ausbildung zum/zur Technischen Produktdesigner:in für Produktgestaltung und -konstruktion eröffnen sich dir verschiedene Möglichkeiten. Um beruflich aufzusteigen oder deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, kannst du dich durch Weiterbildungen auf spezielle Fachgebiete spezialisieren oder auf eine Führungsposition vorbereiten. 🚀

Typische Arbeitsbereiche und Unternehmen:

  • Entwicklungsabteilung beziehungsweise Konstruktionsabteilung eines Fahrzeugbaubetriebs
  • Entwicklungsabteilung beziehungsweise Konstruktionsabteilung eines Flugzeugbaubetriebs
  • Entwicklungsabteilung beziehungsweise Konstruktionsabteilung eines Industriebetriebs für Möbel- und Innenausbau
  • Entwicklungsabteilung beziehungsweise Konstruktionsabteilung eines Industriebetriebs der Medizintechnik
  • Entwicklungsabteilung beziehungsweise Konstruktionsabteilung eines Betriebs der Konsumgüter- und Verpackungsindustrie
  • Konstruktionsbüro
  • Industriedienstleister / Ingenieurdienstleister

Beispiele für Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Techniker:in für Maschinentechnik
  • Technische:r Fachwirt:in
  • Gestalter:in der Fachrichtung Produktdesign
  • Konstrukteur:in
  • Weiterbildung zum/zur Ausbilder:in
  • Studium: Konstruktionstechnik
  • Studium: Produkt- und Industriedesign
  • Studium: Produktentwicklung

Genauere Informationen zu den genannten Möglichkeiten findest du auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit.

Dank Ausbildung ab ins Studium: Wenn du dich für ein Studium interessierst, solltest du checken, welche Voraussetzungen in deinem Bundesland gelten. In einigen Bundesländern ist es beispielsweise möglich, nach einer Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung zum Studium zugelassen zu werden.

Willst du bereits während deiner Ausbildung studieren? Dann könnten dich die dualen Studiengänge Maschinenbau und Luft- und Raumfahrttechnik interessieren. 👈

Wo kannst du die Ausbildung zum/zur Technischen Produktdesigner:in für Produktgestaltung und -konstruktion machen?

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