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Wirtschaftsinformatik

Alles zum dualen Studium Wirtschaftsinformatik – von der Systemintegration bis zur Softwareentwicklung: Voraussetzungen, Abschluss, Ablauf und mehr.

Im dualen Studium Wirtschaftsinformatik verknüpfst du betriebswirtschaftliche Kenntnisse mit der Welt der Informationstechnologie. Dabei lernst du nicht nur die theoretischen Grundlagen, sondern wendest dieses Wissen auch direkt in einem Praxisunternehmen an. Je nach Hochschule kannst du Schwerpunkte setzen und dich auf Themen wie Softwareentwicklung oder Datenanalyse fokussieren. Mach dich hier mit deinen Möglichkeiten vertraut, um dich bei Hochschulen und Betrieben zu bewerben, die zu deinen Interessensschwerpunkten passen. 💻 📈

Abschlüsse nach dem dualen Studium Wirtschaftsinformatik

Je nach Hochschule und Modell des dualen Studiums erlangst du die folgenden Abschlüsse:

  • Bachelor of Science, seltener Bachelor of Arts🎓
  • oder: Bachelor + Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf🎓

Kombinierbare Ausbildungsberufe sind unter anderem:

  • Kauffrau oder Kaufmann für IT-System-Management

Aufbau des dualen Studiums Wirtschaftsinformatik

Der duale Studiengang Wirtschaftsinformatik umfasst meist sieben Semester, seltener nur sechs. Die tatsächliche Dauer hängt von der Hochschule und dem Studienmodell ab. Achten solltest du auf die Bezeichnung als praxisintegrierendes oder ausbildungsintegrierendes Studium.

Bewirbst du dich auf ein praxisintegrierendes duales Studium, durchläufst du keine vollständige Ausbildung, aber intensive Praxisphasen. Bewirbst du dich auf ein ausbildungsintegrierendes duales Studium, absolvierst du eine vollständige Ausbildung und legst eine Abschlussprüfung ab.

In beiden Fällen wirst du auf den unmittelbaren Berufseinstieg vorbereitet. Ablaufen kann das folgendermaßen – hier am Beispiel der Nordakademie in Elmshorn:

Praxis während des dualen Studiums

  • Jedes Semester enthält eine Praxisphase, die während der vorlesungsfreien Zeit stattfindet.
  • Zu den Praxisphasen gehören Prüfungsleistungen, in denen du verknüpfst, was du im Unternehmen und in den Theoriephasen gelernt hast.

Theorie-Module an der Hochschule

  • Unternehmensmodellierung
  • Datenbanksysteme
  • Betriebliche Anwendungssysteme
  • Projektmanagement
  • IT-Management
  • Grundlagen der Webarchitekturen
  • Rechtliche Aspekte der Informatik
  • Wissenschaftliches Arbeiten

Vertiefungsrichtungen sind je nach Hochschule etwa:

  • Innovation Management: Du setzt dich mit Ideen, Geschäftsmodellen und neuen digitalen Lösungen auseinander und lernst, wie innovative Prozesse und Produkte in Unternehmen geplant und umgesetzt werden.
  • Business Process Management: Hier liegt der Fokus darauf, betriebliche Abläufe zu verstehen, zu modellieren und zu verbessern.
  • Informationsmanagement oder Cloud Computing: Du erweiterst deine Kenntnisse darüber, wie Unternehmen Informationen und IT-Ressourcen digital verwalten und cloudbasiert nutzen.
  • Data Analytics / Künstliche Intelligenz: Dieser Schwerpunkt konzentriert sich auf das Analysieren von Daten, statistische Auswertung und den Einsatz von Methoden der künstlichen Intelligenz zur besseren Unternehmenssteuerung.
  • ERP-Anwendungen (Enterprise Ressource Planning): Du lernst, wie Softwarelösungen im Unternehmen eingeführt, programmiert und angepasst werden, etwa zur Optimierung von Geschäftsprozessen in den Bereichen Finanzen, Logistik und Vertrieb.

Voraussetzungen für das duale Studium Wirtschaftsinformatik

Für das duale Studium brauchst du in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung, also:

  • Abitur
  • Fachabitur
  • oder einen gleichwertigen Abschluss – abhängig von den Vorgaben des Bundeslandes

Karriere und Perspektiven nach dem dualen Studium Wirtschaftsinformatik

Mit einem dualen Bachelorabschluss in Wirtschaftsinformatik bist du dafür qualifiziert, als Schnittstelle zwischen IT und Betriebswirtschaft in verschiedensten Bereichen eines Unternehmens zu arbeiten.

Laut Information der Hochschulen ergeben sich mitunter die folgenden Tätigkeits- und Einsatzfelder:

  • E-Business
  • Anwendungsentwicklung
  • Data Analytics
  • IT-Beratung
  • Controlling
  • Prozessmanagement
  • Projektmanagement
  • Unternehmensberatung
  • Produktmanagement
  • Gründung eines Start-ups

Konkrete Aufgaben sind beispielsweise:

  • Betreuen und Weiterentwickeln von IT-Anwendungen
  • Planen und Begleiten von Digitalisierungsvorhaben
  • Analysieren und Abbilden von Geschäftsprozessen
  • Möchtest du Führungsaufgaben übernehmen, kann ein anschließendes Master-Studium sinnvoll sein.

Vergütung und Kosten während des dualen Studiums Wirtschaftsinformatik

Viele Hochschulen erheben Studiengebühren und oder einen Semesterbeitrag. Im Falle des dualen Studiums werden die Kosten allerdings häufig vollständig oder teilweise vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Das geben unter anderem die Fachhochschule Wedel, die Nordakademie und die Hochschule Bremen an.

Da du im Unternehmen arbeitest, erhältst du eine Ausbildungs- oder Praxisvergütung, die im Vertrag festgehalten wird. Die Nordakademie gibt beispielsweise eine Spanne von 1.000 bis 1.800 Euro pro Monat an. 💵

Häufig orientiert sich das Gehalt für duale Studierende an dem Betrag, den auch Auszubildende ohne paralleles Studium erhalten. Hier hängt die genaue Höhe jedoch von der Region und der Branche ab. Spezifischere Angaben findest du in den jeweiligen Ausbildungsbeschreibungen für die Berufsbilder Fachinformatiker:in für Systemintegration, Fachinformatriker:in für Daten- und Prozesanalyse, Fachinformatiker:in für Anwendungsentwicklung.

Mögliche Hochschulen