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Bestattungsfachkraft : Ausbildung und Aufgaben

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Was macht eine Bestattungsfachkraft im Berufsalltag?

Als Bestattungsfachkraft begleitest du Menschen in einer schwierigen Lebenssituation und sorgst dafür, dass Bestattungen und Trauerfeiern organisiert und durchgeführt werden. Du berätst Hinterbliebene, kümmerst dich um Formalitäten und koordinierst alle Abläufe rund um den Abschied von Verstorbenen. Außerdem überführst und versorgst Verstorbene und bereitest Särge, Urnen und Trauerfeiern vor.

Laut Bundesagentur für Arbeit gehören zu deinen typischen Aufgaben:

  • Hinterbliebene beraten und betreuen
  • über Bestattungsarten und Bestattungsvorsorge informieren
  • Details der Bestattung und der Trauerfeier festlegen
  • Verstorbene transportieren, hygienisch versorgen, schminken und einkleiden
  • Särge, Urnen und Räumlichkeiten für die Trauerfeier herrichten
  • behördliche und kirchliche Formalitäten erledigen
  • Todesanzeigen, Danksagungen, Trauerbriefe und Sterbebilder erstellen
  • Blumenschmuck, Kondolenzbücher und weitere Elemente der Trauerfeier organisieren 🌹
  • Erd- und Feuerbestattungen begleiten sowie Urnenbeisetzungen durchführen
  • Kosten kalkulieren, Rechnungen erstellen und mit Krankenkassen, Versicherungen und Kundschaft abrechnen

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Für die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft ist rechtlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.

Mitbringen solltest du:

  • Interesse daran, Menschen zu beraten und Hinterbliebene einfühlsam zu begleiten
  • Kommunikationsfähigkeit und ein gutes mündliches Ausdrucksvermögen
  • Einfühlungsvermögen und einen respektvollen Umgang mit anderen Menschen
  • psychische Stabilität im Umgang mit dem Thema Tod und Trauer
  • Organisationsgeschick für die Planung von Bestattungen und Trauerfeiern
  • Sorgfalt, zum Beispiel beim Erstellen von Todesanzeigen oder beim Erledigen von Formalitäten
  • kaufmännisches Verständnis und Rechenkenntnisse für Kostenkalkulationen und Abrechnungen
  • Selbstständigkeit, Verschwiegenheit und Verantwortungsbewusstsein
  • Interesse an praktischen Tätigkeiten, etwa beim Vorbereiten von Särgen oder bei der Versorgung Verstorbener

Hilfreich sind außerdem Kenntnisse in den Schulfächern Psychologie/Ethik, Deutsch, Mathematik und Werken.

Wie läuft die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft ab?

Die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft dauert drei Jahre und findet dual statt, also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. In der Berufsschule lernst du vor allem die theoretischen Grundlagen des Berufs, während du im Betrieb praktische Erfahrungen sammelst und die Abläufe rund um Bestattungen, Trauerfeiern und die Betreuung von Angehörigen kennenlernst.

In der Berufsschule lernst du zum Beispiel:

  • wie man Bestattungen und Trauerfeiern plant
  • wie man Bestattungen und Trauerfeiern organisiert und durchführt
  • wie man Bestattungsverträge abschließt und abrechnet
  • wie man Waren, Materialien und Dienstleistungen bereitstellt
  • wie man Geschäftsprozesse dokumentiert
  • wie Friedhöfe verwaltet werden
  • wie man Verstorbene versorgt und transportiert
  • wie man Hinterbliebene betreut

Im Betrieb lernst du zum Beispiel:

  • wie man Verstorbene überführt, aufbewahrt und aufbahrt
  • wie man Verstorbene nach hygienischen Grundsätzen versorgt
  • wie man Angehörige betreut und in ihrer Trauersituation berät
  • wie man Bestattungsaufträge bearbeitet und Bestattungsvorsorge erklärt
  • wie man Trauerfeiern, Beisetzungen und Bestattungen vorbereitet und durchführt
  • wie man behördliche Formalitäten erledigt
  • wie technische Unterlagen angefertigt und genutzt werden
  • wie man Arbeitsabläufe plant, kontrolliert und qualitätssichernde Maßnahmen anwendet

Wenn du genauer wissen möchtest, welche Inhalte dich erwarten, kannst du den Rahmenlehrplan für den schulischen Teil sowie die Ausbildungsverordnung für den betrieblichen Teil herunterladen.


💡Tipp: Der Content Creator und Bestatter Luis Bauer hat uns im Interview sechs Fragen rund um sein Berufsleben beantwortet. Den Beitrag findest du im Bereich Orientierung hier auf next-step.de.


Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zur Bestattungsfachkraft?

Nach deiner Ausbildung zur Bestattungsfachkraft stehen dir verschiedene Wege offen. Du kannst direkt ins Berufsleben starten, dich durch Weiterbildungen spezialisieren oder dich für Fach- und Führungsaufgaben qualifizieren. 🚀

Typische Arbeitsbereiche und Unternehmen

  • Bestattungsinstitute
  • Friedhöfe
  • Krematorien
  • Friedhofsverwaltungen

Beispiele für Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Bestattermeister:in
  • Fachwirt:in im Bestattungswesen
  • Thanatopraktiker:in – Spezialisierung auf die hygienische Versorgung
  • Weiterbildung im Bereich Trauerbegleitung
  • Weiterbildung im Bereich Gesprächsführung
  • Weiterbildung im Bereich Soziale Kompetenzen
  • Weiterbildung im Bereich Finanz- und Rechnungswesen
  • Weiterbildung zum/zur Ausbilder:in
  • Studium: Dienstleistungs- und Servicemanagement

Dank Ausbildung ab ins Studium: Wenn du dich für ein Studium interessierst, solltest du prüfen, welche Bedingungen in deinem Bundesland gelten. Unter bestimmten Voraussetzungen ist ein Studium auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung möglich.

Wenn du dich selbstständig machen möchtest, kannst du außerdem ein eigenes Bestattungsunternehmen gründen.

Wie viel verdienst du während der Ausbildung zur Bestattungsfachkraft?

Bestattungsgewerbe (in allen Bundesländern, monatlich brutto)

  1. Ausbildungsjahr: 750 Euro
  2. Ausbildungsjahr: 905 Euro
  3. Ausbildungsjahr: 1.021 Euro

Öffentlicher Dienst (monatlich brutto)

  1. Ausbildungsjahr: 1.368 Euro
  2. Ausbildungsjahr: 1.418 Euro
  3. Ausbildungsjahr: 1.464 Euro

Die genannten Gehaltsangaben dienen nur zur Orientierung und können je nach Bundesland, Unternehmen und individuellen Faktoren variieren. Unter anderem hängt die Höhe deines Gehalts davon ab, ob das Unternehmen an Tarifverträge gebunden ist. Da sich Rahmenbedingungen jederzeit ändern können, sind alle Angaben ohne Gewähr.

Wo kannst du die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft machen?

Prüfe die Angebote in unserem Stellenmarkt. Vielleicht findest du einen passenden Betrieb.🤞

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