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Arbeiten im öffentlichen Dienst

Ausbildung, Studium, Beamtenlaufbahn: Der öffentliche Dienst bietet viele Wege in einen sicheren Beruf – wir zeigen dir welche.
Von Johanna Ahrbecker

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Du suchst einen Beruf mit sicherer Perspektive und möchtest gleichzeitig etwas für die Gesellschaft tun? Dann könnte eine Karriere im öffentlichen Dienst der passende Weg für dich sein. Welche Berufe es gibt, welchen Schulabschluss du brauchst und wie du in den öffentlichen Dienst einsteigen kannst, erfährst du hier.

Was ist der öffentliche Dienst?

Im öffentlichen Dienst zu arbeiten bedeutet, für den Staat oder für staatliche Einrichtungen tätig zu sein. Dazu zählen zum Beispiel Stadtverwaltungen, Ministerien, Schulen, Finanzämter, Gerichte, Krankenhäuser, Hochschulen und auch die Polizei.

Deine Möglichkeiten sind also sehr vielfältig. Mit mehr als fünf Millionen Beschäftigten ist der öffentliche Dienst einer der größten Arbeitgeber Deutschlands. Wichtig ist dabei ein Unterschied: Nicht alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind Beamtinnen oder Beamte. Ein großer Teil arbeitet als Tarifbeschäftigte mit einem normalen Arbeitsvertrag.

Welche Wege führen in den öffentlichen Dienst?

Wie du in den öffentlichen Dienst einsteigst, hängt davon ab, für welchen Beruf und welchen Arbeitgeber du dich entscheidest. Grundsätzlich kommen drei Wege infrage:

Eine klassische duale Berufsausbildung

Eine Ausbildung kannst du beispielsweise zur oder zum Verwaltungsfachangestellten machen. Auch in Bereichen wie IT, Technik oder Polizei gibt es Ausbildungswege. Welche Voraussetzungen gelten, unterscheidet sich allerdings je nach Arbeitgeber und Beruf.

Ein duales Studium

Ein weiterer Weg ist das duale Studium. Dabei lernst du nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. Beim Land Niedersachsen gibt es beispielsweise duale Studiengänge in Verwaltungswissenschaft, Informatik, Verwaltungsinformatik, Bauingenieurwesen oder im Polizeivollzugsdienst.

Ein Hochschulstudium

Auch ein klassisches Hochschulstudium kann in den öffentlichen Dienst führen. Besonders typische Wege sind zum Beispiel: Lehramt, Rechtswissenschaften (Jura) oder auch Geodäsie. Je nach Fachrichtung folgt nach dem Studium ein Vorbereitungsdienst, der in einigen Berufsfeldern auch als Referendariat bezeichnet wird.

💡 Gut zu wissen: Bei vielen Behörden musst du dich frühzeitig bewerben. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt, bei Ausbildungen und dualen Studiengängen im öffentlichen Dienst bereits etwa eineinhalb Jahre vor Beginn mit der Suche zu beginnen.

Was ist der Unterschied zwischen verbeamteten und angestellten Beschäftigten?

Angestellte im öffentlichen Dienst haben einen Arbeitsvertrag und gelten als „Tarifbeschäftigte“. Das heißt, ihre Arbeitsbedingungen und ihr Gehalt richten sich in der Regel fest nach bestimmten Tarifrechten. Das ist außerhalb des öffentlichen Dienstes nur dann der Fall, wenn Betriebe tarifgebunden sind. Im Alter bekommen Angestellte eine Rente.

Anders als Angestellte erhalten Beamtinnen und Beamte keine Rente, sondern eine Pension. Außerdem gelten für sie bestimmte Laufbahnregelungen, von denen auch die Vergütung abhängt. Jede Laufbahn lässt sich einer Laufbahngruppe zuordnen: üblicherweise dem einfachen, dem mittleren, dem gehobenen oder dem höheren Dienst. Welche Laufbahngruppe zu dir passt, hängt von deinem Abschluss beziehungsweise von deinen Qualifikationen ab.

Welche Laufbahngruppe passt zu mir?

Strebst du eine Laufbahn auf Bundesebene an, dann gilt die folgende Einteilung der Laufbahngruppen. Wenn du für ein Bundesland, beispielsweise für das Land Niedersachsen oder Bremen, tätig werden willst, können Bezeichnungen und Zuordnungen abweichen (siehe unten).

Beispiel: Wer in Niedersachsen Lehrerin oder Lehrer wird, startet nach dem Referendariat (Vorbereitungsdienst) direkt in Besoldungsgruppe A 13 – unabhängig von der Schulform. Dennoch bekommen nicht alle Lehrkräfte das gleiche Gehalt. Grundschul-, Haupt-, Real- und Oberschullehrer:innen werden dem ersten Einstiegsamt der Laufbahngruppe 1 zugeordnet. Gymnasiallehrkräfte fallen in das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 1. Aus diesem Grund erhalten sie eine Stellenzulage von rund 115 Euro im Monat. Entscheidet sich eine Lehrkraft, eine Funktionsstelle wie eine Fachbereichsleitung zu übernehmen, steigt sie in Besoldungsgruppe A 14 auf. Für Schulleitungen gilt A 15.

💡 Gut zu wissen: Während des Vorbereitungsdienstes – etwa in Form eines Referendariats – erhältst du den sogenannten Anwärtergrundbetrag .    

🔗 Aktuelle Besoldungstabellen für alle Bundesländer findest du auf der Seite des „dbb beamtenbund und tarifunion“.

Welche Berufe gibt es im öffentlichen Dienst?

Zusammenfassendes Fazit

Der öffentliche Dienst bietet dir viele verschiedene Karrierewege. Du kannst über eine Ausbildung, ein duales Studium oder ein klassisches Studium in den öffentlichen Dienst einsteigen. Auch ein späterer Quereinstieg, also ein Wechsel aus einem anderen Beruf in den öffentlichen Dienst, ist in vielen Fällen möglich. Und egal, ob du später angestellt oder verbeamtet bist: Wie du bezahlt wirst, ist tariflich oder gesetzlich fest geregelt.

Entscheidend für dich sind jetzt vor allem drei Fragen: Welcher Beruf interessiert mich? Welchen Abschluss brauche ich dafür? Und welche Voraussetzungen gelten konkret bei dem Arbeitgeber, bei dem ich arbeiten möchte?

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