Mechatroniker:in: Ausbildung und Aufgaben

Was macht ein:e Mechatroniker:in im Berufsalltag?

Schweißen, Löten, Verdrahten und Installieren – als Mechatroniker:in vereinst du Aufgaben aus Mechanik und Elektronik. Du baust komplexe Maschinen und Anlagen, nimmst sie in Betrieb und programmierst ihre Steuerungen. 🦾 Dein Arbeitstag kann zum Beispiel mit einem Blick auf die Bauzeichnung und den Schaltplan einer industriellen Sortieranlage beginnen.

Typische Aufgaben im Berufsalltag sind laut der Bundesagentur für Arbeit:

  • technische Unterlagen wie Schalt-, Montage- und Funktionspläne lesen und Arbeitsabläufe planen
  • mechanische, elektrische und elektronische Bauteile herstellen, bearbeiten und montieren
  • Metall und Kunststoff verbinden, umformen, spanen, und trennen
  • Kabel verlegen sowie elektronische Bauteile und Baugruppen verdrahten
  • Antriebssysteme, Sensoren, Aktoren und Steuerungen einbauen
  • mechatronische Systeme zu Maschinen, Anlagen oder vernetzten Produktionssystemen zusammenbauen
  • Steuerungssoftware installieren, Programme einrichten und Netzwerke oder Bussysteme konfigurieren
  • Probeläufe durchführen und Schutz- und Sicherheitsfunktionen prüfen
  • fertige Systeme an Kundinnen oder Kunden übergeben und in die Bedienung einweisen
  • Maschinen und Anlagen prüfen sowie instand halten
  • Störungen analysieren, Fehler in Mechanik, Elektronik oder Software beheben
  • Anlagen umrüsten, erweitern oder technisch überholte Komponenten austauschen

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung zur/zum Mechatroniker:in nicht vorgeschrieben. Allerdings stellen die Betriebe laut der Bundesagentur für Arbeit überwiegend Azubis mit mittlerem Bildungsabschluss beziehungsweise Realschulabschluss ein.

Mitbringen solltest du:

  • den Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb, um an der Schule aufgenommen zu werden
  • eine ärztliche Erstuntersuchungsbescheinigung, wenn du noch nicht volljährig bist
  • handwerkliches Geschick
  • technisches und mathematisches Verständnis 📐
  • Begeisterung für Informatik

Wie läuft die Ausbildung zur/zum Mechatroniker:in ab?

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und findet dual statt, also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

In der Berufsschule erhältst du das theoretische Wissen, das du für deine Arbeit brauchst. Im betrieblichen Teil der Ausbildung sammelst du praktische Erfahrungen in Produktions- und Werkstätten. In der Regel arbeitest du in Betrieben der Metall- und Elektroindustrie.

In der Berufsschule lernst du zum Beispiel:

  • Funktionszusammenhänge in mechatronischen Systemen analysieren
  • mechatronische Systeme designen und erstellen
  • elektronische Betriebsmittel installieren
  • Energie- und Informationsflüsse in elektrischen und hydraulischen Baugruppen untersuchen
  • Montage und Demontage planen 🔨
  • Fehlersuche und Instandsetzung

Im Betrieb lernst du zum Beispiel:

  • manuelles und maschinelles Spanen, Trennen und Umformen
  • Schraubverbindungen unter Beachtung der Teilefolge und des Drehmomentes herstellen und sichern
  • Messen und Prüfen elektrischer Größen
  • Installieren und Testen von Hard- und Softwarekomponenten
  • Zusammenbauen von Baugruppen und Komponenten zu Maschinen und Systemen
  • Programmieren mechatronischer Systeme

Wenn du genauer wissen möchtest, welche Themen dich erwarten, kannst du hier den Rahmenlehrplan (für den schulischen Teil) herunterladen und die Ausbildungsverordnung (für den betrieblichen Teil) aufrufen.


💡 Tipp: Ähnliche Ausbildungen, mit Spezialisierung auf einen bestimmten Technikbereich, sind zum Beispiel: Kfz-Mechatroniker:in oder Land- und Baumaschinenmechatroniker:in.


Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zur/zum Mechatroniker:in?

Nach deiner Ausbildung zur/zum Mechatroniker:in stehen dir verschiedene Einsatzmöglichkeiten offen, sowohl in der Industriebranche als auch im Handwerk. Willst du beruflich aufsteigen oder deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern? Dann kannst du dich durch Weiterbildungen auf spezielle Fachgebiete spezialisieren oder auf eine Führungsposition vorbereiten. 🚀

Typische Arbeitsbereiche und Unternehmen

  • Betriebe des Maschinen- und Anlagenbaus
  • Betriebe der Automatisierungstechnik
  • Betriebe des Fahrzeug-, Luft- oder Raumfahrzeugbaus
  • Betriebe der Medizintechnik

Beispiele für Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Industriemeister:in mit der Fachrichtung Mechatronik
  • Techniker:in mit der Fachrichtung Mechatronik
  • Techniker:in der Fachrichtung Maschinentechnik
  • Technische:r Fachwirt:in
  • Weiterbildung zum/zur Ausbilder:in
  • Studium: Mechatronik
  • Studium: Elektrotechnik
  • Studium: Automatisierungstechnik
  • Studium: Sensortechnik
  • Studium: Maschinenbau

Genauere Informationen zu den genannten Möglichkeiten findest du auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit.


💡 Tipp: Möchtest du direkt neben der Ausbildung studieren, kommen für dich beispielsweise die dualen Studiengänge Mechatronik, Maschinenbau und Elektrotechnik infrage.


Wo kannst du die Ausbildung zur/zum Mechatroniker:in machen?

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