Umwelttechnologe/-technologin - Kreislauf-/Abfallwirtschaft: Ausbildung und Aufgaben

Was macht ein:e Umwelttechnologe/-technologin dieser Fachrichtung im Berufsalltag?

Als Umwelttechnologe oder Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft sorgst du dafür, dass Abfälle fachgerecht gesammelt, sortiert, wiederaufbereitet oder sicher entsorgt werden. Du steuerst und überwachst Abläufe in Entsorgungsbetrieben, Recyclinganlagen und Deponien und trägst so zur Ressourcenschonung und zum Umweltschutz bei.

Zu deinen typischen Aufgaben gehört laut der Bundesagentur für Arbeit:

  • Abfallannahme, Sortierung und Vorbereitung zur Wiederverwertung
  • Steuerung und Überwachung von Recycling- und Verbrennungsanlagen
  • Organisation und Optimierung logistischer Prozesse, zum Beispiel von Müllabfuhr-Routen
  • Deponiekontrollen, Messungen von Sickerwasser und Böden
  • Proben nehmen und mit Laborgeräten untersuchen
  • umweltrelevante Daten erfassen und dokumentieren

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung zur/zum Umwelttechnologe oder Umwelttechnologin nicht vorgeschrieben.

Mitbringen solltest du:

  • eine ärztliche Erstuntersuchungsbescheinigung, wenn du noch nicht volljährig bist
  • den Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb, um an der Schule aufgenommen zu werden
  • Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern und Themen
  • mathematisches Verständnis, beispielsweise um Entsorgungskosten zu berechnen
  • technisches Geschick für das Bedienen von Anlagen

💡Hinweis: Diese Ausbildung wird in vier verschiedenen Fachrichtungen angeboten. Neben der hier vorgestellten Fachrichtung hast du folgende Möglichkeiten: Fachrichtung Wasserversorgung, Fachrichtung Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen, Fachrichtung Abwasserbewirtschaftung.


Wie läuft die Ausbildung zum/zur Umwelttechnologen/-technologin dieser Fachrichtung ab?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt, also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

In der Berufsschule erhältst du das theoretische Wissen, das du für deine Arbeit brauchst. Im betrieblichen Teil der Ausbildung sammelst du praktische Erfahrungen in Verbrennungsanlagen, Maschinenhallen oder auch Labors. In der Regel arbeitest du in Abfallentsorgungsbetrieben oder im öffentlichen Dienst.

In der Berufsschule lernst du zum Beispiel:

  • ökologische Kreisläufe zu schützen und Belastungen zu minimieren
  • Abfälle einzuordnen, zu sammeln und zu transportieren
  • Abfälle biologisch zu behandeln
  • Abfälle zu untersuchen und abfallwirtschaftliche Anlagen überwachen

Im Betrieb lernst du zum Beispiel:

  • Stoffgemische herzustellen und zu trennen
  • Stoffe und Stoffgemische zu unterscheiden
  • Umweltbelastungen der Luft, des Wassers und des Bodens zu erkennen und Auswirkungen betrieblicher Vorhaben abzuwägen
  • Werkzeuge und Maschinen auszuwählen und zu bedienen
  • technische Systeme zu betreiben
  • Kundinnen und Kunden zu beraten und Angebote zu erstellen
  • Abfälle und Wertstoffe zu Kreislaufsystemen zuführen und dabei Aspekte der Nachhaltigkeit beachten

Wenn du genauer wissen möchtest, welche Themen dich erwarten, kannst du hier den Rahmenlehrplan (für den schulischen Teil) herunterladen und die Ausbildungsverordnung (für den betrieblichen Teil) aufrufen.

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung zum/zur Umwelttechnologen/-technologin mit dieser Fachrichtung?

Nach deiner Ausbildung zum Umwelttechnologen oder zur Umwelttechnologin stehen dir verschiedene Einsatzmöglichkeiten offen. Willst du beruflich aufsteigen oder deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern? Dann kannst du dich durch Weiterbildungen auf spezielle Fachgebiete spezialisieren oder auf eine Führungsposition vorbereiten. 🚀

Typische Arbeitsbereiche und Unternehmen

  • private und städtische Abfallbeseitigungsbetriebe
  • Unternehmen der Entsorgung von Sonderabfällen
  • Recyclinghöfe beziehungsweise Recyclingunternehmen
  • Müllverbrennungsanlagen
  • Ingenieurbüros

Beispiele für Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Meister:in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Städtereinigung
  • Fachwirt:in für Umweltschutz
  • Meister:in für Rohr-, Kanal- und Industrieservice
  • Kraftwerksmeister:in für thermische Abfallbehandlung (TAB)
  • Techniker:in für Umweltschutztechnik
  • Weiterbildung zum/zur Ausbilder:in
  • Studium: Abfall- und Entsorgungstechnik
  • Studium: Umwelttechnik

Wenn du dich für ein Studium interessierst, sottest du checken, welche Voraussetzungen in deinem Bundesland gelten. In einigen Bundesländern ist es beispielsweise möglich, nach einer Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung zum Studium zugelassen zu werden.

Genauere Informationen zu den genannten Möglichkeiten findest du auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit.

Wo kannst du die Ausbildung zum/zur Umwelttechnologen/-technologin machen?

Prüfe die Angebote in unserem Stellenmarkt. Vielleicht findest du einen passenden Betrieb.🤞

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