Aktuell müssen [Studierende und Auszubildende] im Durchschnitt mit 512 Euro pro Monat für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft rechnen.
Das verkündete das Moses Mendelssohn Institut im März 2026. Die durchschnittlichen Wohnkosten in Deutschland erreichen damit ein Höchstniveau. 💸 Was bedeutet das für dich?
BAföG reicht nicht
Wer BAföG bezieht, wird finanziell bei der Bezahlung der Wohnkosten unterstützt. Aktuell erhält man einen Beitrag von 380 Euro. Diese Förderung ist gemeint, wenn du den Begriff „Wohnkostenpauschale“ liest.
Die Analyse des Moses Mendelssohn Instituts zeigt: Die Wohnkostenpauschale reicht nicht mehr.
Unterscheiden sich die Wohnkosten in den Bundesländern?
Tatsächlich gibt es deutliche regionale Unterschiede. Bewege den Mauszeiger auf eines der Bundesländer oder tippe es mit dem Finger an, um herauszufinden, wie teuer Wohnen dort im Sommersemester 2026 ist. Als Vergleichswert werden dir zusätzlich die durchschnittlichen Mietpreise aus 2015/16 angezeigt.
Du möchtest nur Bundesländer sehen, in denen der Preis im Schnitt noch unter 500 Euro liegt? Dann fahre mit der Maus über die farbige Leiste oberhalb der Karte. Berührt der Mauszeiger den Bereich zwischen 400 und 500, verblassen auf der Karte alle Bundesländer, in denen die Kosten darüber oder darunter liegen. 🗺️
Das Problem und seine Folgen
Die Wohnkosten sind noch stärker gestiegen als die allgemeinen Lebenserhaltungskosten, berichtet Stefan Brauckmann, Geschäftsführender Direktor im Moses Mendelssohn Institut. Was ist genau passiert?
- Die Mietpreise haben sich seit 2020 um 22 Prozent erhöht.
- Über 80 Prozent der Studierenden sind in Städten eingeschrieben, in denen die Durchschnittspreise die Wohnkostenpauschale übersteigen.
- Mehr als drei Viertel aller Studierenden zahlen im Sommersemester 2026 demnach mehr als sie mit der BAföG-Pauschale erhalten.
- Für den Betrag der Pauschale bekomme man „kaum ein gewöhnliches Zimmer“, merkte das Moses Mendelssohn Institut bereits 2025 an.
Kosten entscheiden, wer Zugang zur Bildung erhält
Die hohen Mietpreise für Studierende können die Bildungsgerechtigkeit gefährden. Wie ein Filter bestimmt der Mietpreis, wer die Möglichkeit zu studieren nutzen kann. Stefan Brauckmann, Geschäftsführender Direktor des Instituts, erklärt 2025:
Problematisch wird es, wenn der Geldbeutel der Eltern entscheidet, ob ein Studium am gewünschten Ort möglich ist. Bildungschancen dürfen nicht vom Wohnungsmarkt abhängen.
Zeit ist Geld: keine Zeit, kein Geld – kein Geld, keine Zeit. Annegret Mülbaier von WG-gesucht.de betont:
Wenn Studierende zwei Nebenjobs brauchen, um ihre Miete zu bezahlen, bleibt fürs eigentliche Studium kaum noch Zeit.
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