Gesellenbrief – Check! 🥳 Lisa-Marie Reiß (links im Bild) hat es geschafft und blickt auf ihre Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin zurück. Lea-Christin Klindworth (rechts im Bild) ist noch voll dabei. Beide beantworten uns Fragen zu ihren Erfahrungen und Tipps.
Was hat euch während der Ausbildung Freude bereitet?
Lisa-Marie Reiß: Auf Fehlersuche zu gehen hat mir viel Spaß gemacht und macht es noch immer. Ich kümmere mich aber auch sehr gerne um Innenraum- oder Nachrüstarbeiten: neue Verkleidung, neue Anhängerkupplung und so weiter. Eine große Bedeutung hat für mich auch die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen. Wenn ich mal nicht weiterwusste, haben sie gerne geholfen.
Lea-Christin Klindworth: Neue Dinge zu lernen. Plötzlich kann man Grundaufgaben wie die Inspektion völlig eigenständig durchführen. Außerdem stellt man fest, dass man in vieles reinwächst, und so machen auch kompliziertere Dinge wie die Fehlerdiagnose Spaß.
Gibt es besondere Tätigkeiten während der Ausbildung, die viele vorher nicht „auf dem Schirm“ haben?
Lisa-Marie Reiß: Dass man während der Ausbildung zu überbetrieblichen Lehrgängen muss. Die dauern in der Regel eine Woche und zum Schluss gibt es einen kleinen Test. Zuhause musste ich dafür aber nichts tun.
Lea-Christin Klindworth: Mich hat wenig überrascht, weil mein Vater schon lange in dem Beruf arbeitet und immer viel davon erzählt hat. Für mich war es aber ein wichtiges Learning, dass man über seine Kräfte hinauswächst und ich es beispielsweise schaffe, auch größere Räder zu heben. Die Räder von einem Touareg sind zum Beispiel deutlich schwerer als die von einem Golf.
Mit welchen persönlichen Eigenschaften ist man in der Ausbildung eurer Meinung nach goldrichtig?
Lisa-Marie Reiß: Mitbringen sollte man technisches Verständnis, zum Beispiel um Leitungen zu prüfen und beurteilen zu können, ob sie in Ordnung sind. Wir arbeiten auch viel mit Computern, unter anderem um Daten auszulesen. Und natürlich ist auch handwerkliches Geschick wichtig.
Lea-Christin Klindworth: Neugierig sollte man sein und offen dafür, auch mal die Hand ins Innere eines Fahrzeugteils zu stecken, um hinzufühlen, welche Schraube das Problem ist.
Welchen Tipp würdet ihr Ausbildungsinteressierten vorab geben?
Lisa-Marie Reiß: Am besten macht man ein Praktikum und überzeugt sich selbst davon, ob der Beruf zu einem passt.
Lea-Christin Klindworth: Es macht viel Spaß und man kann sich wirklich darauf freuen.
So geht es für die beiden nach der Ausbildung weiter
Nach ihrer Ausbildung im Autohaus Warncke ist Lisa-Marie dort weiter als Gesellin beschäftigt. Sie spielt jedoch mit dem Gedanken, den Meister zu machen und in einen größeren Betrieb zu wechseln.
Wenn Lea-Christin in ihre berufliche Zukunft schaut, sieht sie vor allem die Abschlussprüfung im Februar 2027 vor sich. Sobald sie ihre Ausbildung beendet hat, möchte sie weiter als Kfz-Mechatronikerin arbeiten – am liebsten in ihrem Ausbildungsbetrieb, im vertrauten Team.
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